Mord im Asylheim: Mann soll eingewiesen werden

Ein Nigerianer (25) musste sich heute am Landesgericht Wr. Neustadt wegen Mordes verantworten. Die Tat im Mai 2018 in Maria Enzersdorf hatte auch politisch für Wirbel gesorgt.

Für eine äußerst brutale Bluttat musste heute Terry A. aus Nigeria in Wr. Neustadt auf die Anklagebank. Er hatte im Mai 2018 einen Mann aus Bangladesh niedergeschlagen und mit zahlreichen Fußtritten getötet. Bei seiner Festnahme ging er dann noch auf Polizisten los. Auch in der Justizanstalt schlug der Afrikaner zu, richtete einen Mithäftling übel zu ("Heute" berichtete).

Laut Gutachter ist der Angeklagte jedoch psychisch krank, leidet an paranoider Schizophrenie, der Sachverständige empfahl vor dem Geschworenengericht in Wiener Neustadt eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.

Wie berichtet hatte die Causa auch politische Wellen geschlagen. Anfangs waren die Ermittler übrigens der Meinung, der Verdächtige hätte den 26-Jährigen mit einem Meißel getötet und die Tatwaffe dann auf einem Spielplatz in Richtung von Kindern geschleudert. Erst später stellte sich heraus, dass das Opfer quasi zu Tode getreten worden war. Da der 25-Jährige davor ein Betretungsverbot erhalten hatte, wurde viel über ein Versagen in der Asyl-Betreuung debattiert.

Auch mussten einige Bewohner umsiedeln ("Heute" berichtete), Gottfried Waldhäusl wollte so eine 24-Stunden-Betreuung garantieren und für mehr Sicherheit in der Bevölkerung sorgen.

Ein Urteil wird erst für nächsten Dienstag (20. November) erwartet, eine Einweisung in eine Anstalt gilt als recht wahrscheinlich. (Lie)

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