Mord im Orientexpress: Rotzbremse Reloaded

Pompöse Neuverfilmung des Filmklassikers "Mord im Orientexpress" unter der Regie von Kenneth Branagh.

Ein Zug auf dem Weg von Istanbul nach Calais , eine Leiche und dreizehn Passagiere mit einem durchaus plausiblen Mordmotiv.

Von einem Fall zum Nächsten

Als Meisterdetektiv Hercule Poirot (Kenneth Branagh), der mächtigste Schnauzbart von Istanbul bis zur Themse, in einer dringenden Angelegenheit von Jerusalem nach London beordert wird, bucht sich dieser ein Abteil im berühmten Orient-Express und ahnt nicht, dass an Bord schon wieder Arbeit auf ihn wartet.

Illustre Passagiere

Denn eigentlich befindet sich dieser gerade auf der Rückreise von einem seiner Fälle, musste er doch in Jerusalem einen Streit zwischen den Vertretern dreier Weltreligionen beilegen. An Bord des Orient-Express trifft der Belgier schließlich auf eine internationale Riege Mitreisender: den Geschäftsmann und Ganoven Edward Ratchett (Johnny Depp) mit seinem Assistenten und Butler, die Prinzessin Dragomiroff (Judi Dench) mit ihrer Zofe, die Witwe Caroline Hubbard (Michelle Pfeiffer), Professor Gerhard Hartmann (Willem Dafoe), die Missionarin Pilar Estravados (Penélope Cruz), den Arzt Dr. Arbuthnot (Leslie Odom Jr.), den Autohändler Marquez (Manuel Garcia-Rulfo), die Gouvernante Mary Debenham (Daisy Ridley) sowie den Grafen Andrenyi (Sergei Polunin) sowie dessen Frau (Lucy Boynton).

Ein stehender Zug im Nirgendwo

Plötzlich und unerwartet stoppt eine Schneelawine den Zug auf freier Strecke - irgendwo im Balkan. Am nächsten Tag ist einer der Passagiere tot - erstochen. So nimmt Poirot erneut die Ermittlungen auf und kämpft nicht nur gegen die Zeit.

Ein Toter und dreizehn Verdächtige

Poirot wird eines schnell klar: nur einer der dreizehn Reisenden kann der Täter Ratchetts sein. Wer kommt in Frage? Ist es die spanische Missionarin , die Gouvernante, der Professor, die Witwe oder doch der Doktor? Sie alle sind verdächtig und scheinen noch dazu unter einer Decke zu stecken. Branagh inszeniert und führt wie immer gekonnt und bildgewaltig das hochkarätige Star-Ensemble rund um Johnny Depp, Judy Dench, Penélope Cruz, Michelle Pfeiffer und Co an.

Der mächtigste "moustache" Englands

"Mord im Orient Express" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Agatha Christie. Der Krimi-Ikone (1890 -1976) gefiel die Verfilmung aus dem Jahr 1974 zwar relativ gut, nur der Schnauzer von Hercule Poirot (Albert Finney) war ihr definitiv zu klein. Laut Christies Vorstellung sollte der Bart des cleveren Detektives der mächtigste "moustache" Englands sein und kein bescheidenes Bärtchen. Kenneth Branagh präsentiert in der Neufassung des Krimi-Klassikers daher die wohl extravaganteste und mit Sicherheit größte "Rotzbremse" der jüngeren Kinogeschichte.

Filmstart ist am 10. November in den heimischen Kinos.

(HH)

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