Am Mittwochabend sorgte eine Bluttat in einem Wohnhaus in Wien-Donaustadt für Aufregung. Eine tödlich verletzte Frau und ein schwer verletzter Mann wurden im Stiegenhaus entdeckt. Der 57-Jährige dürfte die 32-Jährige im Zuge eines Beziehungsstreits erschossen und sich dann selbst einen Kopfschuss verpasst haben. Ein Zeuge fand ihn mit der Waffe in seiner Hand.
Gegen 18 Uhr fielen im Haus in der Erzherzog-Karl-Straße Schüsse. Eine Nachbarin fand die beiden Schwerverletzten im Stiegenhaus, der Mann hatte die Beretta-Pistole noch in der Hand. Ein Zeuge legte die Waffe zur Seite und kümmerte sich um die beiden.
Die eingetroffenen Sanitäter konnten für die Frau nichts mehr tun, sie starb an Ort und Stelle. Der mutmaßliche Täter wurde schwer verletzt in ein Spital gebracht. Er chwebte am Donnerstagvormittag noch in Lebensgefahr und wurde auf der Intensivstation betreut.
Fünf Schüsse auf sein Opfer
Insgesamt soll er sechs Schüsse abgegeben haben. Vier Projektile trafen die 32-Jährige in den Bauch- und Brustbereich, eines soll laut Riehs eine Glastüre beschädigt haben. Mit der sechsten Kugel soll sich der Mann in den Kopf geschossen haben.
Die 32-Jährige hatte in dem Haus gewohnt, der ebenfalls aus Wien stammende Schütze war dort nicht gemeldet. In welcher Beziehung sie zu dem Verdächtigen stand, war nach Angaben von Polizeisprecherin Barbara Riehs noch Gegenstand von Ermittlungen. Die beiden waren weder Ehepartner noch Verwandte.