Mord in OÖ: Ex-Freundin mit Seilwinde aufgehängt

Der 60-jährige Otto L. soll seine Lebensgefährtin in dieser Hütte ermordet haben.
Der 60-jährige Otto L. soll seine Lebensgefährtin in dieser Hütte ermordet haben.fotokerschi.at/Facebook
Neue Details zum Mord in Neustift (OÖ): Otto L. (60) soll seine Ex-Freundin (59) erst gewürgt, dann mit einer elektrischen Seilwinde aufgehängt haben.
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Armin Bach

Otto L. (60) sitzt in der Justizvollzugstanstalt in Linz, heute wird über die Untersuchungshaft entschieden (es ist davon auszugehen, dass diese verhängt wird).

Weil nicht augeschlossen werden kann, dass der mutmaßliche Mörder aus dem Mühlviertel Selbstmord begeht, wird er speziell überwacht, erfuhr "Heute".

In der Einvernahme durch die Ermittler der Mordgruppe des oö. Landeskriminalamtes war er voll geständig, Dienstagvormittag seine Ex-Lebensgefährtin Gabriela K. (59) getötet zu haben.

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Erst gewürgt, dann erhängt

Heute, am Mittwoch, wurden auch neue Details zur Tat bekannt. So dürfte L. seiner Ex-Lebensgefährtin in einer Waldhütte in Neustift im Mühlkreis (Bez. Rohrbach) das Seil einer elektrischen Seilwinde um den Hals gelegt, sie dann hochgezogen und aufgehängt haben.

"Zuvor führte er Würgehandlungen durch", so Ulrike Breiteneder von der Linzer Staatsanwaltschaft. Er soll Gabriela K. am Hals gepackt, dann zugedrückt haben. "Ob bis zur Bewusstlosigkeit, das wird die Obduktion zeigen, die heute gemacht wird", so Breiteneder.

Nach bisherigem Kenntnissstand dürfte eine Aussprache zwischen Otto L. und seiner Ex-Lebensgefährtin (sie hatten sich vor etwa drei Wochen getrennt) zu dem Morddrama geführt haben.

Der Mühlviertler aus Pfarrkirchen im Mühlkreis wollte mit ihr noch einmal über das Beziehungsaus reden, dazu trafen sie sich Dienstagvormittag in seiner Waldhütte in Neustift im Mühlkreis. "Dabei kam es zum Streit, der dürfte Auslöser für die Tat gewesen sein", so Breiteneder. Worum es genau in dem Streit ging, ist noch nicht bekannt.

Notruf gewählt: "I hob mei Frau aufg'hängt!"

Kurz danach, gegen 10 Uhr, wählte er dann den Notruf, sagte nur: "I hob mei Frau aufg'hängt!" Und dass er jetzt auf der Staumauer (45 Meter hoch) am Rannastausee stehe. Offenbar in der Absicht, runterzuspringen.

Die Polizei fand den Mann auf der Staumauer stehend. Zusammen mit der Feuerwehr und Passanten konnte sie ihn vom Springen abhalten. Er ließ sich widerstandslos festnehmen.

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