Tausende Taxis rollen am Dienstag Vormittag aus Protest gegen das geplante Gelegenheitsverkehrsgesetz durch Wien. Schon im Vorfeld der Demonstration hatte eine Morddrohung gegen die Taxler für Aufregung gesorgt. Ein Screenshot kursierte im Netz, auf dem ein angeblicher Mietwagenfahrer gegen die Taxilenker hetzt und ihnen mit dem Tod droht. Man werde die Veranstaltung stören und die Lenker "aus dem Verkehr ziehen", heißt es in dem Posting.
Das Hass-Posting könnte nun für den Verfasser ein rechtliches Nachspiel haben. Die Organisatoren der Demo hätten bereits Anzeige erstattet, hieß es auf Nachfrage. Man habe zunächst sogar erwogen, den Konvoi abzublasen, sich dann aber doch zum Protest gegen das geplante Gesetz entschieden.
Um 9 Uhr setzte sich die Kolonne mit tausenden Teilnehmern in der Wagramer Straße in Bewegung. Von dort führte die Strecke über folgende Route: Reichsbrücke - Lassallestraße - Praterstern - Praterstraße - Aspernbrückengasse - Aspernbrücke - Ringstraße bis Heldenplatz. Der ÖAMTC befürchtet vor allem im Bereich Praterstern, Ring, Zweierlinie und den Zufahrten zur Innenstadt Verzögerungen, die bis in die Mittagsstunden anhalten dürften.
Taxler-Protest gegen neues Gesetz
Die Ministerratsvorlage zum Gelegenheitsverkehrsgesetz soll am 4. Dezember im Verkehrsausschuss behandelt werden. Für Taxi-Obmann Erwin Leitner könnte es "der Todesstoß für die Branche" werden.