Paris Green sitzt in Haft, weil sie einen Mann zu Tode folterte. Nun will sie ihr Geschlecht anpassen lassen. Der Eingriff soll von Steuern bezahlt werden.
Seit 2013 sitzt Green in Haft. Die Britin hatte einen Mann in ihre Wohnung gelockt. Dort warteten bereits zwei Komplizen. Gemeinsam vergewaltigten sie ihr Opfer, folterten es und prügelten es schließlich zu Tode. Urteil: Lebenslange Haft.
Nun will sich die 27-Jährige hinter Gittern einen Traum erfüllen. Denn Green hat ein Problem: Sie steckt im Körper eines Mannes. Eigentlich heißt sie nämlich Peter Laing. Seit 2011 identifiziert sie sich jedoch als Frau. Nun möchte sie sich ihr Geschlecht anpassen lassen.
Polizisten empört
Doch ein solcher Eingriff ist alles andere als günstig. Laut "Times" muss man für so eine Operation ungefähr 30.000 Euro hinblättern. Rechnet man die ganzen Nachbehandlungen hinzu, muss man mit weit über 100.000 Euro rechnen. Bezahlt soll das ganze von Steuergeldern der britischen Bevölkerung werden.
Die Öffentlichkeit zeigt sich über das Vorhaben wenig begeistert. Auch Polizeibeamte zeigen sich empört. So meint ein Polizist: "Man kann also jemanden brutal ermorden, und trotzdem alles bekommen, wonach man verlangt, weil es sonst die eignen Menschenrechte verletzten könnte. Was ist aber mit den Rechten des Opfers und seiner Familie?"
Ein weiterer Beamter gibt zu bedenken, dass dies keine lebensrettende Operation sei. Der Eingriff sei nicht zwingend notwendig.
Neue Richtlinien bei transsexuellen Häftlingen
Derzeit sitzt Green in einem Gefängnis ins Edinburg. Sie befindet sich in der Frauenabteilung. Demnächst soll sie in eine Privatklinik nach Brighton gebracht werden. Dort wird der Eingriff vorgenommen.
Die Verurteilte wurde bereits einmal verlegt, da sie in der vorherigen Haftanstalt Sex mit den Insassinnen hatte. Seit 2016 wurden die Richtlinien gegenüber transsexuellen Häftlingen in Großbritannien geändert. Sie werden gemäß dem Geschlecht behandelt, mit dem sie sich selbst identifizieren. Der Grund: Zwei Transgender-Insassen begingen Selbstmord, weil sie vermutlich in ein Männer-Gefängnis gesteckt wurden.
(slo)