Bei der Jagd nach dem Messermörder von Timelkam greift die Polizei jetzt zu allen Mitteln! Kripo-Beamte dokumentierten am Mittwoch das Begräbnis der erstochenen Hedwig Moser (77), fotografierten sämtliche Trauergäste und notierten die Kennzeichen der abgestellten Fahrzeuge. Jetzt hoffen sie, dass der Täter anwesend war.
Kriminalpsychologen wissen, dass manche Mörder auch ihrem Opfer das letzte Geleit erweisen - und genau deshalb lichtete ein Beamter beim Begräbnis des Timelkamer Mordopfers Hedwig Moser (77) am Mittwoch sämtliche Trauergäste ab. Das fällt polizeiintern unter die Datenerhebung, die auch rechtlich zulässig ist, rechtfertigt Sicherheitsdirektor Alois Lißl das Vorgehen der LKA-Fahnder: Nach Abschluss der Erhebungen werden die Bilder selbstverständlich wieder gelöscht!
Fast zeitgleich zum Begräbnis meldete sich am Mittwoch eine wichtige Zeugin bei der Polizei: Sie habe am Tag des Mordes (27. Juli) zu Mittag einen dunkelblauen oder schwarzen Kleinwagen mit Vöcklabrucker Kennzeichen gesehen, der in der Einfahrt von Mosers Haus abgestellt war. Unterwegs gewesen sei damit eine etwa 30 Jahre alte, blonde Frau. Nach dieser wichtigen Zeugin sucht jetzt die Polizei - oder könnte sie doch die Täterin sein?
Mehr Aufschluss wird auch die Auswertung von 220 am Tatort sichergestellten Spuren geben können. Erste Ergebnisse werden für heute erwartet.
Robert Loy