Mordfall in Herne: 1.700 Hinweise aus der Bevölkerung

Der mutmaßliche Kindermörder Marcel H., der mit seinen abscheulichen Taten im Internet prahlte, ist gefasst. In einer Pressekonferenz informierten Polizei und Staatsanwaltschaft über die neuesten Erkenntnisse im furchtbaren Mordfall. Außerdem bedankte sich die Polizei für die vielen Hinweise aus der Bevölkerung.

Der 19-jährige Marcel H. lockte am Montag den neunjährigen Jaden in seinen Keller im deutschen Herne und ermordete ihn mit 52 Messerstichen. Anschließend verschickte er Fotos der Tat sowie ein Geständnis per Audiofile über Whatsapp. Dann tauchte er unter. Tagelang fahndeten die Behörden nach ihm. Am Donnerstagabend stellte sich der 19-Jährige in einem Imbiss in Herne.

Er führte die Polizei auch zu einer Wohnung in der die Leiche eines Mannes gefunden wurden. Zuvor hatte Marcel H. dort noch selbst Feuer gelegt. Das zweite Opfer, ein 22-jähriger ehemaliger Schulfreund des Mörders, hatte ihn zuvor bei sich unterkommen lassen. Nachdem er jedoch herausfand, dass Marcel H. wegen Mordes gesucht wurde, ermordete dieser ihn mit 68 Messerstichen.

Die Behörden bedankten sich bei der Bevölkerung für die starke Beteiligung nach dem Fahndungsaufruf. Rund 1.700 Hinweise aus der Bevölkerung seien bei der Polizei eingegangen. Deutlich kritischer sah die Polizei die Rolle des Internets. Durch zahlreiche Falschmeldungen und Fake-Bilder seien die Ermittlungen zum Teil sehr erschwert worden, hieß es bei der Pressekonferenz am Freitag.

 

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