14-Jährige getötet

Mordfall in Schottland nach fast 30 Jahren gelöst

1996 wurde eine damals 14 Jahre alte Britin brutal getötet. Nun wurden die damals teils minderjährigen Täter ermittelt und verurteilt. 
Newsdesk Heute
16.01.2024, 16:24
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Wegen Mordes an einem Mädchen vor gut 27 Jahren sind zwei Männer in Schottland zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der damalige Freund der 14-jährigen Caroline Glachan, Robbie O'Brien, muss für mindestens 22 Jahre ins Gefängnis, sein Mittäter Andrew Kelly darf frühestens nach 18 Jahren freigelassen werden, wie ein Gericht in Glasgow am Montag entschied. Die Männer im Alter von 45 und 44 Jahren waren im Dezember für schuldig befunden worden. Nun wurde das Strafmaß bekannt gegeben.

O'Brien (45) und Kelly (44) sowie die 44-jährige Donna Marie Brand hatten nach Überzeugung des Gerichts die 14 Jahre alte Caroline Glachan im August 1996 auf einen Flusspfad gelockt und dort mehrmals geschlagen, getreten und mit Ziegeln beworfen. Laut den Forensikern hatte sie mindestens zehn schwere Schläge gegen den Kopf erhalten. Schließlich warfen die Täter das schwer verletzte Mädchen in den Fluss, wo es ertrank. Den entscheidenden Hinweis, der zur Verhaftung des Trios führte, hatte damals ein vier Jahre alter Junge gegeben, den die Mörder und das spätere Opfer mit zum Fluss genommen hatten.

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Opfer wollte sich vom späteren Mörder trennen

Laut dem Richter wandte vor allem O'Brien "extreme Gewalt" an. Carolines Leichnam wurde am 25. August gefunden – am Geburtstag ihrer Mutter. Das Motiv: Caroline hatte sich von ihrem damaligen Freund Robbie O'Brien trennen wollen, der in ihren Augen zu alt für sie war.

Richter Lord Braid sagte zu O'Brien und Kelly: "Caroline liebte das Leben, aber wegen Ihnen beiden wurde sie der Möglichkeit beraubt, dieses Leben zu leben, erwachsen zu werden, Kinder zu haben und das Potenzial, das sie hatte, auszuschöpfen." Und weiter: "Sie haben einer liebenden Mutter ihre Tochter genommen. Sie wurde um die Möglichkeit gebracht, die Frau zu sehen, die Caroline hätte werden können."

Das Strafmaß gegen die dritte, bereits verurteilte Angeklagte Donna Marie Brand wird im März erwartet. Sie war für nicht prozessfähig befunden worden.

Polizei rollte den Fall 2019 neu auf

Der Fall war nach der Tat nicht aufgeklärt worden – O'Brien, Kelly und Brand hatten alle ein Alibi angegeben, angeblich waren sie Babysitten. 2015 erschien auf BBC eine Doku über den Fall. 2019 nahm Scotland Yard die Ermittlungen wieder auf. Die Ermittler sprachen unter anderem mit Anwohnern, die angaben, sie hätten die Gruppe das Haus verlassen sehen. Nun wurden sie überführt und verurteilt.

Wie eine Schulfreundin des Opfers aussagte, war O'Brien eifersüchtig und hatte gedroht, das Mädchen zu töten. Der Richter beschrieb die Tat als "brutal, verdorben und vor allem böse". Die Mutter des Opfers zeigte sich bereits nach dem Schuldspruch im Dezember erleichtert. Sie habe nun endlich Gewissheit, sagte sie.

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