Er ermordete seine Stieftochter Paulina, um sich an seiner Ex zu rächen - jetzt hat der mutmaßliche Täter in der Haft Selbstmord begangen. Er erhängte sich.
Der hat sich Montag früh gegen sieben Uhr in seiner Zelle in der Justizanstalt Wels erhängt.
Eine Obduktion wurde angeordnet, erklärte Behördenleiter Franz Haas. Es habe im Vorfeld keine Anzeichen für einen Selbstmord gegeben. Womit sich der Mann erhängt hat, ist noch nicht bekannt.
Ein vorläufiges Obduktionsergebnis soll in rund 48 Stunden vorliegen. Dem 19-jährigen Sohn des Mannes, der ebenfalls mordverdächtig und in Untersuchungshaft ist, gelte nun erhöhte Aufmerksamkeit. In der Justizanstalt Wels wurde am Montagvormittag ein Lokalaugenschein durchgeführt.
Der 48-Jährige hatte bei den Einvernahmen angegeben, Stimmen gehört zu haben. Diese hätten ihm befohlen, der Schülerin Böses anzutun. Ein Gutachten des Gerichtspsychiaters Reinhard Haller über die Zurechnungsfähigkeit des Mannes hätte noch im Oktober fertig werden sollen. Der Sohn des Hauptverdächtigen, Paulinas Stiefbruder, hatte laut seinem Anwalt Farid Rifaat zu Protokoll gegeben, sein Vater habe ihm das Messer an den Hals gesetzt und ihn so gezwungen, bei dem Mord zu helfen.
APA/red.