Im Fall des ermordeten Wiener Anwalts Erich Rebasso sind zwei Verdächtige in Russland verurteilt worden. Die Moskauer Justiz sprach die beiden Russen lediglich der Erpressung schuldig.
Die Moskauer Justiz hatte gegen die beiden Verdächtigen ursprünglich nur Ermittlungen in Richtung Erpressung aufgenommen - deshalb wurden die zu acht bzw. neun Jahren Haft verurteilt. Obwohl Rebasso zu diesem Zeitpunkt nicht mehr am Leben war, hatten seine Angehörige ein Mail erhalten, in dem für seine Freilassung 435.000 Euro gefordert wurden.
Rebasso war am 27. Juli 2012 nach dem Verlassen seiner Kanzlei in der Wiener Innenstadt verschwunden. Er dürfte auf dem Weg zu seinem Mercedes in einer Tiefgarage am Georg-Coch-Platz bereits von Haupttäter Pavel V. und dem Komplizen Alexander M. erwartet worden sein. Sie sollen ihn überwältigt haben, weil der 48-Jährige mit einem Anlagebetrug in Russland in Verbindung gebracht worden ist, bei dem Kleinanleger erhebliche Summen verloren hatten. Diesen Verdacht hat die Familie Rebassos zurückgewiesen.
Vorsatz und Todeszeitpunkt unklar
Dem gerichtsmedizinischen Gutachten zufolge . Er dürfte - möglicherweise bereits im Zug seiner Entführung - in den Schwitzkasten genommen worden und dabei ums Leben gekommen sein. Ein vorsätzliches Töten ließ sich gerichtsmedizinisch ebenso wenig festmachen wie der genaue Todeszeitpunkt.