Mordkomplott im Häfen? Räuber (50) sofort verlegt

Häftling (50) von Korneuburg nach Krems verlegt; Anwältin A. Wagner
Häftling (50) von Korneuburg nach Krems verlegt; Anwältin A. WagnerBild: privat, Daniel Schreiner

Knalleffekt kurz vor dem Prozess gegen den mutmaßlichen Millionen-Räuber Michael D. (50): Er soll ein Mordkomplott geschmiedet haben, wurde sofort in ein anderes Gefängnis verlegt.

Die abenteuerliche Raub-Causa mit einer mutmaßlichen Beute von 2.927.950 Euro (Anm.: laut Anklage) rund um eine 61-jährige Schmuckhändlerin und einen 50-jährigen Tatverdächtigen („Heute" berichtete) ist jetzt noch um eine mörderische Verschwörung reicher.

Zellengenosse packte aus



Ein Zellengenosse (38) des in Korneuburg inhaftierten 50-Jährigen ging zu seinem Arbeitschef und berichtete von einem Mordkomplott: „Ich hab ein sehr gutes Verhältnis zu D. Dabei vertraute er mir Details zum Millionen-Coup an. Er sagte auch, einen Tresor mit 600.000 € bei der Schmuckhändlerin vergessen zu haben. Dieses Geld will er sich holen und die Frau umbringen, aber einen Unfall vortäuschen. Ich soll während der Tat mit seinem Motorrad herumfahren und mit seiner Bankomatkarte tanken dabei den Helm auflassen und in die Kamera schauen, damit D. ein wasserdichtes Alibi hat."

700.000 Euro vergraben

Der Zeuge gab an, dass sich D. nämlich sicher sei, dass er dank Anwältin Astrid Wagner bald ein freier Mann wäre und dann zuschlagen werde. Weiters soll der 50-Jährige die angebliche sexuelle Beziehung mit der 61-Jährigen nur erfunden haben. Denn der 50-Jährige soll wörtlich zum 38-jährigen Häftling gesagt haben: "Ich habe doch kein sexuelles Verhältnis mit dieser alten, fetten und hässlichen Frau, das war eine reine Schutzbehauptung." Rund 700.000 Euro der Beute soll Michael D. zudem vergraben haben.

Der 38-Jährige gab weiters zu Protokoll, schon acht oder neun Jahre Häfen hinter sich zu haben, darunter fünf Jahre am berüchtigten Felsen in Krems-Stein. "Ich habe viele Schwerkriminelle kennengelernt und kann unterscheiden zwischen Plauschern und Machern. Die Aussagen des D. haben mir mehrere schlaflose Nächte bereitet."

Michael D. wurde daraufhin sofort von der Justizanstalt Korneuburg nach Krems verlegt, am 7. März ist am Landesgericht Korneuburg der Prozess wegen des Überfalles im Herbst 2018. Seine Anwältin Astrid Wagner sagt zu den Vorwürfen und neusten Entwicklungen: „Eine unfassbare Anschuldigung, eine glatte Lüge."

(Lie)

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