Es sind Enthüllungen, die selbst erfahrene Ermittler erschüttern: Im Prozess gegen den US-Rapper D4vd (21) wurden am zweiten Tag der Voranhörung neue grausige Details bekannt. Neben der Leiche der 14-jährigen Celeste Rivas Hernandez fanden Ermittler mindestens elf Duftbäume in seinem Tesla – offenbar, um den Verwesungsgeruch zu überdecken.
Laut Kriminaltechnikerin Chelsea Murillo wurden die meisten Duftbäume aus der Mittelkonsole geborgen, weitere lagen auf den Rücksitzen und im vorderen Kofferraum. Dort stellte sie auch starken Insektenbefall und einen intensiven Geruch fest. "Der Geruch erinnerte – meiner beruflichen Erfahrung nach – an einen verwesenden Leichnam", sagte Murillo vor Gericht.
Die Staatsanwaltschaft zeigte dazu Fotos der sichergestellten Duftbäume sowie Aufnahmen von Fliegenlarven im Fahrzeuginneren, wie Bild berichtet. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Leiche nach der Tat am 23. April 2025 mehrere Monate im Auto gelegen haben soll. Erst im September 2025 wurde Celeste entdeckt.
Im Zeugenstand enthüllte Interscope-Finanzdirektor Louis Poimiroo unter Eid, dass D4vds Vertrag erst im Dezember 2025 beendet wurde – rund acht Monate nach dem Tod von Celeste. Von 2022 bis 2025 erzielte der Rapper mit seiner Musik und Markenkooperationen Einnahmen von bis zu 10,5 Millionen Euro.
Die Staatsanwaltschaft will zeigen, dass D4vd nicht nur eine verbotene Beziehung mit einer Minderjährigen geführt habe, sondern auch ein großes finanzielles Interesse daran hatte, dies zu verheimlichen. Der Musiker sitzt seit Mitte April 2026 in Haft und plädiert auf nicht schuldig.
D4vd ist unter anderem wegen Mordes, fortgesetzten sexuellen Missbrauchs eines Kindes unter 14 sowie Verstümmelung menschlicher Überreste angeklagt. Bei der Voranhörung prüft der Richter aktuell, ob genügend Beweise vorliegen, um den Fall vor ein Geschworenengericht zu bringen.