Während Linzer Mordermittler und Gerichtsmediziner den brisanten Knochenfund vom Böhmerwald untersuchen, versucht der verurteilte Mörder Josef Gerhart (77) aus dem Gefängnis zu kommen. Der todkranke Mann hatte vor sieben Jahren seine Lebensgefährtin (43) erschossen und ihr dann den Kopf abgeschnitten!
Wie exklusiv berichtet, machten Waldarbeiter Montagvormittag nahe Schöneben an der oberösterreichisch-bayerischen Grenze (Bez. Rohrbach) den grausamen Fund: Sie entdeckten unter Laub und Ästen den skelettierten Kopf eines Menschen. Die Männer alarmierten sofort die Polizei - und die Beamten der Polizeiinspektion Ulrichsberg konnten sich gleich erinnern, von welcher Bluttat der Leichenteil stammt: Der damals 70-jährige Josef Gerhart hatte Ende Oktober 2002 seine Lebensgefährtin Elisabeth Wiener ( 43, Bild unten) mit neun Schüssen aus einer italienischen Pistole hingerichtet.
Motiv für die Tat, die er im Affekt begangen haben will: Sie forderte immer mehr Geld von mir, bekam aber schon 30.000 Euro, sagte Gerhart bei seinem Prozess in Linz. Gleich nach dem Mord packte der verheiratete Mann die Geliebte in den Kofferraum seines Autos. Zuvor schnitt er ihr allerdings noch den Kopf ab. Den Torso legte er hinter einen Holzstoß im benachbarten Lackenhäuser in Bayern, wo ihn deutsche Polizisten auch fanden. Nur: Wo er den Kopf vergraben hatte, blieb - bis jetzt - sein Geheimnis.
Das wollte er auch mit ins Grab nehmen. Übrigens: Der schwer krebskranke Mörder hat über seinen Linzer Anwalt vor 14 Tagen einen Enthaftungsantrag gestellt. Die Entscheidung ist noch offen.
Robert Loy und Jürgen Tröbinger