Mit Holzstück – Mordversuch an Frau in Corona-Isolation

Der Prozess findet in Wr. Neustadt statt.
Der Prozess findet in Wr. Neustadt statt.Fritz Schaler
Ein Mann schlug im März in Bad Vöslau (NÖ) mit einem Holzstück auf seine schlafende Gattin ein und verletzte sie. Heute steht er deshalb vor Gericht.

Schmerzensschreie gellten in der Nacht des 24. März durch eine Gasse in Gainfarn bei Bad Vöslau (NÖ). Anrainer kamen aus ihren Wohnungen und entdeckten am Gehsteig eine nun wimmernd, stark blutende Frau. Während die Verletzte – zuerst dachte man, sie schwebt wegen ihrer massiven Wunden in Lebensgefahr – von der Rettung ins Krankenhaus gebracht wurde, stürmte die Polizei in das Haus der 50-Jährigen. Dort stießen die Beamten auf ihren völlig verstörten Ehemann, im Schlafzimmer lag ein 60 Zentimeter langer, blutiger Stock!

Corona-Isolation machte Mann zu schaffen

Heute steht der 53-Jährige in Wr. Neustadt wegen Mordversuchs vor Gericht. Im Verhör durch die Polizisten hatte er den Angriff gestanden. Sein Motiv: Er wäre völlig überarbeitet und durch die Isolation aufgrund der Coronakrise einfach überfordert gewesen. Daraufhin nahm er den Stock und schlug sieben Mal auf den Kopf der schlafenden Ehefrau ein. Diese erwachte, wehrte sich und konnte auf die Straße flüchten. Das Opfer erlitt schwere Rissquetschwunden und einen Knochenbruch.

Antrag auf Einweisung eingebracht

Da ein Gutachter dem Angeklagten eine mögliche psychische Störung attestiert hat, könnte es heute auch zu einer Einweisung kommen. Geschworene müssen über den Angeklagten urteilen. Für ihn gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

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