"Es wurde eine Substanz nachgewiesen, die gesundheitsschädlich sein kann, sogar tödlich", erklärte Oberstaatsanwalt Robert Harmann. Um welches Gift es sich handelt, wollte er noch nicht sagen. Eine Ermittlerin verriet später, man habe "etwas gefunden, was einen Unfall ausschließt."
Sieben Menschen am Institut für Materialwissenschaften fühlten sich nach dem Trinken von Kaffee unwohl, hatten bläuliche Verfärbungen an Armen und Beinen. Sechs mussten ins Krankenhaus, ein Student (30) war sogar in Lebensgefahr – mittlerweile befindet er sich wieder in stabilem Zustand. Allerdings gibt es noch keine Hinweise auf ein Motiv oder einen Täter, erklärte die Staatsanwaltschaft Darmstadt. Es habe im Vorfeld keine Bedrohung der Uni gegeben, dabei war der Giftanschlag nicht auf einen Ort beschränkt:
"In drei Tee-Küchen hat die Polizei vergiftete Milch und vergiftetes, dort zum Kaffee-Brühen gelagertes Wasser entdeckt", sagte der Kanzler der Universität Manfred Efinger. "Zum Glück haben Untersuchungen ergeben, dass nur ein Gebäude betroffen ist." Zwar wurde am restlichen Universitätsgelände kein Gift gefunden, doch die Polizei warnt, keine Lebensmittel zu konsumieren, die man nicht selber mitgebracht hat.