Bei der Demonstration der Identitären in Wien am Samstag kam es zu einem besonders schwerwiegenden Vorfall. Ein Teilnehmer des Identitären-Protestzugs wurde von einem Stein am Kopf getroffen und liegt nach einer Gehirnblutung noch immer auf der Intensivstation. Die Polizei ermittelt wegen Mordversuchs und sucht nach dem Steinwerfer, der auf dem Dach eines Gebäudes gestanden haben soll.
Bei der kam es zu einem besonders schwerwiegenden Vorfall. Ein Teilnehmer des Identitären-Protestzugs wurde von einem Stein am Kopf getroffen und liegt nach einer Gehirnblutung noch immer auf der Intensivstation. Die Polizei ermittelt wegen Mordversuchs und sucht nach dem Steinwerfer, der auf dem Dach eines Gebäudes gestanden haben soll.
Ein 17-jähriger Deutscher wurde an der Kreuzung Goldschlagstraße/Neubaugürtel um 15.35 Uhr von einem großen Stein am Kopf getroffen. Er erlitt dabei eine Blutung im Gehirn, einen Venenriss. Polizisten eilten dem Schwerverletzten zur Hilfe und trugen ihn zu einem Rettungswagen.
Nur dank einer Notoperation überlebte der Jugendliche, er befindet sich aber nach wie vor auf der Intensivstation. Wie die Polizei am Donnerstag bekanntgab, wurde der Stein vom Dach des Gebäudes Goldschlagstraße 2 geworfen.
Tür zum Dachboden aufgebrochen
Zeugen berichten übereinstimmend, dass ein Mann den Wurfgegenstand vom Dach warf. Der unbekannte Täter hatte sich über eine Baustelle Zutritt zum Haus verschafft und die Tür zum Dachboden aufgebrochen. Er kletterte aufs Dach und warf von dort einen weißen Plastikkübel und den als Tatwaffe verwendeten Stein auf den Demonstrationszug.
Das Landesamt Verfassungsschutz ermittelt wegen versuchten Mordes. Die Polizei ersucht alle zum Tatzeitpunkt anwesenden Personen, die Videoaufzeichnungen oder Fotos gemacht haben, um Hinweise unter der Telefonnummer 31310/74035.
Insgesamt wurden im Zuge der drei Demonstrationen 13 Menschen, darunter vier Polizisten, verletzt. Gegendemonstranten hätten die angemeldete Versammlung friedlich, aber auch durch aktives Stören zu verhindern versucht. 1.000 Polizisten standen im Einsatz.
Diese Wurfgeschosse flogen auf Demonstranten und Polizisten
"Zahlreiche vermummte und gewaltbereite Personen" sind laut Polizei unter anderem mit Steinen, Glasflaschen, Eisenstangen, mit Flüssigkeiten gefüllten Behältnissen, Baustellenmaterial und pyrotechnischen Gegenständen auf die Demonstranten und die in der Pufferzone befindlichen Polizisten losgegangen.
Ermittlungen auch wegen Anti-Nationalismus-Transparenten
Die Polizei ermittelt auch wegen eines am selben Gebäude angebrachten Transparents mit der Aufschrift "Nationalismus raus aus den Köpfen". Ein deckungsgleiches Transparent war ebenfalls am 11. Juni auf dem Wiener Stadthallenbad angebracht worden.