Furchtbare Bluttat am 27. Oktober 2018 am Wiener Donaukanal. Ein damals 17-Jähriger hatte nach einem Streit um ein Mädchen vor dem Flex (City) ein Klappmesser gezückt und auf seinen Kontrahenten (18) eingestochen. Beim Streit ging es auch um die Ehre – denn der 18-Jährige soll die Mutter des Angreifers beleidigt haben.
Während Ersthelfer um das Leben des Opfers kämpften, verschwand der Täter in der Menschenmenge und setzte sich rasch in Richtung Frankreich ab. Aufgrund einer von den dortigen Behörden anders gewähten Schreibweise seines afghanischen Nachnamens bekam der Gesuchte dort sogar subsidiären Schutz zugesprochen und schlug sich zwei Jahre lang mit Gelegenheitsjobs durch, ehe er schlussendlich doch geschnappt wurde.
Erst am Flughafen von Paris fiel Beamten der Haftbefehl auf, als er ganz normal ausreisen wollte. Vor Ort kam es zur Festnahme, dann wurde der junge Mann nach Österreich überstellt. Vergangene Woche musste er sich in Wien vor Gericht verantworten.
Dort gestand er alles. Sein Verteidiger Leo Kregcjk hob den guten Lebenswandel seines Mandanten nach der Flucht hervor – und tatsächlich: Das und sein reumütiges Geständnis wirkten sich vor Gericht schlussendlich strafmildernd aus. Geschworene sprachen den zum Tatzeitpunkt Jugendlichen in Wien zwar schuldig wegen versuchtem Mord. Doch als Strafe fasste der Afghane nur 5 Jahre unbedingte Haft aus – nicht rechtskräftig.