Mordversuch: Prügler sprangen Opfer auf den Kopf

Wegen Mordversuchs sind ein 20-Jähriger und sein Stiefvater am Mittwoch am Wiener Straflandesgericht zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Sie hatten einen 37-Jährigen krankenhausreif geprügelt und waren ihm auf den Kopf gesprungen. Die Urteile sind rechtskräftig.
Der 20-Jährige war mit seinem Stiefvater sowie seinem zweijährigen Halbbruder gerade am Rückweg von einer Tankstelle als sie in der U3-Station Ottakring mit dem Opfer aneinander gerieten. Der 37-Jährige, der sich offenbar vom Weinen des Kindes belästigt fühlte, soll laut Angeklagten gedroht haben, dem Buben die Zunge rauszureißen.

Daraufhin sahen der 20-Jährige und sein Stiefvater rot. Sie traktierten den 37-Jährigen mit Schlägen und Tritten, der 20-Jährige sprang dem Opfer sogar mehrmals auf den Kopf. Für die Staatsanwaltschaft ein klarer Mordversuch. Der Anwalt des Angeklagten wehrte ab: "Er wollte das Opfer nicht töten", die Prügelattacke gab der 20-Jährige aber zu. Er bereue seine Tat zutiefst.

Weitere Verurteilung wegen Diebstahls

Das Gericht war davon nicht überzeugt. Der 20-Jährige wurde zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Sein Stiefvater bekam zwei Jahre und acht Monate Haft. Die Haftstrafen wurden in Hinblick auf weitere Verurteilungen der beiden wegen gewerbsmäßigen Diebstahls verhängt. So betragen die Gesamthaftstrafen fünfeinhalb bzw. dreieinhalb Jahre. Die Urteile sind rechtskräftig.

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