Moria-Kinder: Christian Konrad unterstützt Neos-Plan

Martin Rohla (Goodshares), Irmgard Kischko (Lobby 16), Christoph Wiederkehr (Neos Wien), Christian Konrad und Ferry Maier (Allianz.Menschen.Würde.Österreich).
Martin Rohla (Goodshares), Irmgard Kischko (Lobby 16), Christoph Wiederkehr (Neos Wien), Christian Konrad und Ferry Maier (Allianz.Menschen.Würde.Österreich).Neos Wien
Die Wiener Neos machen erneut Druck: 100 Flüchtlingskinder aus Moria sollen aufgenommen werden, jetzt gibt es prominente Unterstützung. 

"Mit Christian Konrad konnten wir einen ausgewiesenen Fachmann als Paten für 100 unbegleitete Flüchtlingskinder gewinnen", so Neos-Wien-Spitzenkandidat Christoph Wiederkehr. Der ehemalige Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung, hatte sich bereit erklärt, eine Patenschaft für hundert unbegleitete Flüchtlingskinder aus Moria zu übernehmen. "Es ist eine Frage von Anstand und Menschlichkeit, dass diese Kinder nicht mehr im Dreck auf Steinböden schlafen müssen. Mit Christian Konrad ist ein ausgewiesener Fachmann auf diesem Gebiet bereit, Verantwortung zu übernehmen", so Wiederkehr. Kapazitäten, um die Flüchtlinge aufzunehmen, wären vorhanden.

Wien kann das

"Es ist für mich selbstverständlich, meine Erfahrungen auf diesem Gebiet in Form einer Patronanz einfließen zu lassen. Es geht hier um ein breites zivilgesellschaftliches Miteinander und Perspektiven für diese Kinder, etwa die Integration am Arbeitsmarkt", erklärt Konrad. "Wien kann die Aufnahme und vernünftige Begleitung der Kinder in ein neues, geregeltes Leben stemmen."

Coronafälle häufen sich bei Flüchtlingen

Ferry Maier, der mit Christian Konrad 2015 die Koordination der Flüchtlinge auf Bundesebene leitete, weist auf die dramatischen Zustände in den griechischen Camps hin: "Mir liegt ein Bericht von 'Ärzte ohne Grenzen' vor, der an Dramatik und Grausamkeit kaum zu überbieten ist. Die Flüchtlinge hausen in menschenunwürdigen Lagern oder wie in Moria auf Straßen. Sie haben kaum zu essen, kein Fließwasser und die Corona-Fälle häufen sich. 12.700 Menschen lebten in Moria, im Übergangslager zählt man jetzt 10.200. Das heißt 2.500 Menschen sind nicht untergekommen und leben auf Feldern, Straßen und sind obdachlos."

Einheimische werden bestraft

Die griechischen Behörden hätten zudem eine neue Verordnung erlassen, dass jene Einheimischen, die Flüchtlingen helfen, bestraft würden, so Maier. "Und das mitten in Europa." Es sei unverständlich, dass die österreichische Bundesregierung aus reiner parteipolitischer Taktik in Untätigkeit verharre, obwohl es in Wien einen Schulterschluss mehrerer Parteien zur Aufnahme dieser hundert geflüchteten Kinder gebe.

Kinder sollen aufgenommen werden

Martin Rohla, der die Integration von Geflüchteten unter anderem in seinem Lokal "Habibi & Hawara" fördert, lassen die Bilder aus den griechischen Flüchtlingslagern ebenfalls nicht kalt: "Wir als privilegierte Gesellschaft in einem der reichsten Länder der Welt sollten unseren Beitrag leisten. Die zynische und rein dem Wiener Wahlkampf untergeordnete Haltung der Bundesregierung ist abzulehnen."

Jungen Menschen Hoffnung zu geben, hat sich der Verein Lobby 16, der durch Geschäftsführerin Irmgard Kischko am Podium vertreten war, zur Aufgabe gemacht: "Wir setzen uns seit 2008 für die Integration von unbegleiteten Jugendlichen am Arbeitsmarkt ein und haben auf diesem Gebiet schon große Erfolge verzeichnen und insgesamt über 400 Flüchtlingen einen Lehrabschluß ermöglichen können. Natürlich unterstützen wir daher auch dieses wirklich sinnvolle Projekt, um diese Kinder aus der schrecklichen Situation zu befreien, in der sie sich auf den griechischen Inseln befinden."

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