Schauspieler Moritz Bleibtreu sieht lieber Kochsendungen als seine eigenen Filme. "Ich kann mich schlecht zwei Stunden lang selbst anhimmeln", so Moritz zur "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
Schauspieler Moritz Bleibtreu sieht lieber Kochsendungen als seine eigenen Filme. "Ich kann mich schlecht zwei Stunden lang selbst anhimmeln", so Moritz zur "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
Bevor er sich mit seinen eigenen Filmen langweile, schaue er lieber etwas anderes - am liebsten Kochsendungen. "Da bin ich ein absoluter Junkie", verriet er. "Die können gar nicht so schlecht sein, dass ich sie nicht gucke."
Prinzipiell interessant findet er anspruchsvolle Fernsehserien. "Da ist eine Revolution im Gange", sagte Bleibtreu. Die Serien seien "der Roman der Neuzeit", fügte der Schauspieler hinzu. "Ich bin mir sicher, wenn Edgar Allan Poe heute noch lebte, er würde eine fette Serie für Netflix schreiben wollen."
Früher waren nach Bleibtreus Ansicht TV-Serien dazu gedacht, "der Hausfrau die Arbeit beim Bügeln zu erleichtern. Man hat nebenbei geguckt, war immer nur halb bei der Sache." Deshalb seien sie weniger komplex gewesen: "Heute fesseln die Serien den Zuschauer, sie lassen ihn nicht los." Das sei wie beim guten Buch: "Du musst noch ein Kapitel verschlingen und noch eins, bis die Nacht rum ist."