Im bayerischen Memmingen kam es zu einem verstörenden Vorfall: Unbekannte Täter haben in der Nacht auf Freitag die Moschee der türkisch-islamischen Gemeinde auf widerliche Weise geschändet.
Die Täter warfen mit Tierblut gefüllte Luftballons gegen den Eingangsbereich des Gotteshauses. Außerdem wurde ein abgetrennter Schweinekopf auf das religiöse Halbmond-Symbol gesteckt, das auf einer rund eineinhalb Meter hohen Mauer thront.
Der Staatsschutz der Kriminalpolizei Memmingen hat die Ermittlungen übernommen. Am Tatort wurden Spuren gesichert. Die Täter konnten bisher unerkannt entkommen.
Die Tat trägt eindeutig islamfeindliche Züge: Für Muslime gelten Schweine als unreine Tiere, weshalb der Einsatz von Schweinefleisch bei solchen Attacken als besonders verletzend gilt.
Das Polizeipräsidium Kempten bestätigte den Vorfall. Die Ermittler prüfen nun mögliche Zusammenhänge zu weiteren Straftaten und suchen nach Zeugen.