'Freude am Fahren überwiegt tägliches Risiko'

Melissa (25): "Ich habe vor zwei Jahren mit dem Motorradfahren angefangen und anfangs war der Stadtverkehr natürlich eine große Herausforderung."
Melissa (25): "Ich habe vor zwei Jahren mit dem Motorradfahren angefangen und anfangs war der Stadtverkehr natürlich eine große Herausforderung."Bild: Leserreporter
Wir wollten von unserer "Heute"-Leserschaft wissen, was sie im Alltag auf einem einspurigen Gefährt so alles er- und überleben müssen.

Ganz egal ob auf dem Fahrrad oder dem Motorrad - wer in Wien einspurig unterwegs ist, lebt unter Umständen gefährlich. Doch auch wenn das Motorradfahren Risiken mit sich bringt, ist es doch für viele nicht nur ein bloßes Fortbewegungsmittel, sondern ein Gefühl von Freiheit.

Genau so sieht das auch Melissa, 25 Jahre alt und Angestellte aus Wien. Sie fährt nun seit etwa zwei Jahren mit dem Motorrad und pendelt täglich aus Wien-Donaustadt nach Rudolfsheim-Fünfhaus. Dabei ist sie jeden Tag durch die halbe City unterwegs und erzählt über die Herausforderungen des Wiener Verkehrs.

Oftmals werden Motorradfahrer nicht gesehen

"Man wird als Biker leider sehr oft übersehen, von Autos geschnitten oder sogar unbeabsichtigt von seiner Spur abgedrängt. Was bleibt dann noch übrig? Ein Wechsel auf den Pannenstreifen oder die Nebenspur, sonst kommt es zur Kollision", erzählt Melissa.

Zu den körperlichen Gefährdungen kommt es dann auch noch zu Beschimpfungen, bis hin zu Mittelfingern. "Leider alles Realität", klagt die Bikerin an. Doch trotz all dieser negativen Punkte möchte Melissa das Motorradfahren auf keinen Fall aufgeben: "Für mich persönlich überwiegen die Vorteile dem bekannten Risiko. Trotz dieser Erlebnisse wird es mich immer wieder auf das Motorrad holen, da dieses Gefühl der Freiheit einfach unbeschreiblich ist."

Vorsicht statt Nachsicht



An den Wochenenden und Feierabenden verbringt Melissa ihre Freizeit am liebsten auch auf ihrer Maschine: "Bei schönem Wetter eine Ausfahrt machen oder einfach abends mit anderen Motorradfreunden eine kleine Fahrt am Gürtel unternehmen - all das sind Gründe warum ich es liebe." Die 25-Jährige appelliert nun mit ihren Erfahrungen an alle Verkehrsteilnehmer, auf den Straßen mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen. (zdz)

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