MQ Wien schickt uns heuer in "Escape Rooms"

Mit einem Besucherrekord im Rücken startet das MQ Wien in die neue Kultursaison. (v.l.n.r.: MQ-Direktor Christian Strasser, Künstler und Kurator Bogomir Doringer, Co-Kuratorin Liesa Takagi, Kurator Marcello Farabegoli, künstlerische Leitung frei_raum Q21 exhibition space Elisabeth Hajek, Künstlerin Deborah Sengl) (c) Lorenz Seidler
Mit einem Besucherrekord im Rücken startet das MQ Wien in die neue Kultursaison. (v.l.n.r.: MQ-Direktor Christian Strasser, Künstler und Kurator Bogomir Doringer, Co-Kuratorin Liesa Takagi, Kurator Marcello Farabegoli, künstlerische Leitung frei_raum Q21 exhibition space Elisabeth Hajek, Künstlerin Deborah Sengl) (c) Lorenz SeidlerBild: zVg

Das Wiener Museumsquartier ist so beliebt wie nie: Im vergangenen Jahr wurden 4,5 Mio. Besucher gezählt. Für heuer kündigt Direktor Strasser besondere Highlights an.

Das Wiener Museumsquartier (Mariahilf) erfreut sich steigender Beliebtheit: Mit einem Plus von 7% sind die Besucherzahlen seit 2016 (damals kamen 4,2 Mio. Gäste) kontinuierlich gestiegen, mit 4,5 Millionen Besucher im Vorjahr hat das MQ nun einen neuen Rekord erreicht. "Das bringt uns in eine Liga mit den großen Kulturarealen dieser Welt", zeigte sich Direktor Christian Strasser erfreut.

Besucher tauchen in fiktive Erlebnisräume ein

Damit das so bleibt, hat die MQ-Führung für heuer einige neue Highlights ausgedacht. Dazu zählt etwa ein von der Wiener Künstlerin Deborah Sengl künstlerisch gestalteter "Escape Room". Ab Herbst können sich die Besucher dem Rätselraum stellen, aus dem sie innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne entkommen müssen. Obwohl Sengl das Thema ihres "immersiven Erlebnisraums" noch nicht verraten will, kündigt sie auch durchaus kritische Themen an. Diese können dann ein Jahr lang von mutigen Spielern erforscht werden.

Westliche Ernährung in der "Art Box", Tanz und Japan im Q21

Schon ab 29. Jänner ist in der "Art Box" eine Installation von Sengl zu sehen, die das (Fr)Essverhalten der westlichen Gesellschaften thematisiert. Ab 24. April wird die Ausstellung "Dance of Urgency" im Q21 exhibition space zu sehen sein, die sich der soziokulturellen Bedeutung von Tanz widmet. Ab 27. September wird hier auch die Ausstellung "Japan Unlimited" gezeigt, die anlässlich des 150. Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und Österreich mit zahlreichen Künstlern aus Nippon geplant wurde.

Studie zeigt hohe Zufriedenheit der MQ-Besucher

Gemeinsam mit Künstlern und den Kuratoren des MQ präsentierte Strasser am Dienstag neben den künstlerischen Highlights 2019 auch die Ergebnisse einer Besucherbefragung, die das Sozialforschungsinstitut IFES im Auftrag des MQ Wien durchführte. Dafür wurden 1.002 Personen direkt befragt, ebenso viele gaben als Onlineteilnehmern ihre Meinung zum MQ ab. 93% der befragten Touristen gaben dem Kulturareal die Note "Ausgezeichnet" oder "Sehr gut", die Wiener waren ein bißchen strenger: sie vergaben nur zu 71 Prozent die beiden Spitzenwerte.

80% kommen gerne immer wieder

Ein Großteil der Gäste (80%) gab auch an, wiederkehrende Besucher zu seien. Grund dafür sind die positiven Eigenschaften und Werte, die dem MQ zugesprochen werden und für eine besondere Wohlfühlatmosphäre sorgen: Das MQ gilt als innovativ, zugänglich, jung, frisch, offen, inspirierend, aktiv und das Programm wird als gehaltvoll beurteilt. Daher geben auch fast die Hälfte der Besucher an, ins MQ zu kommen, um eine Kultureinrichtung zu besuchen.

Gute Bekanntheitsgrade für MQ-Einrichtungen

Zudem zeigt die IFES-Umfragung einen hohen Bekanntheitswert für die drei wichtigsten Kultureinrichtungen im MQ, das Leopold Museum, die Kunsthalle Wien und das mumok. Diese liegen mit 88 beziehungsweise 87 Prozent annähernd auf gleichem Niveau. Etwas abgeschlagen in der Bekanntheit liegt das Architekturzentrum Wien, nur etwa 44 Prozent der Befragten ist dieses bekannt. (lok)

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