MTV Awards: Kendrick Lamar räumt ab

In der Nacht auf Montag wurden in Los Angeles wieder die "Oscars der Musikbranche"- die MTV "Video Music Awards" verliehen.

Witze über Donald Trump, zahlreiche Appelle gegen Rassismus und Suizid, dazwischen jede Menge Glitzer, pralle Dekolletés, Gänsehaut und Freudentränen. Das waren die "MTV Video Music Awards 2017"!

Katy Perry: Moderation ohne Witz und Pepp

Durch die Show führte "California Gurl" Katy Perry. Diese zog sich zwar in jeder Werbepause brav um, die Moderation selbst hätte jedoch ein wenig peppiger und ausgefallener sein können. So versuchte Perry zwar witzig zu sein – richtig Stimmung kam im Publikum aber nicht auf.

Da die Show selbst eher lahm war, sorgten wenigstens die Botschaften des Abends für Gänsehaut-Momente und Tränen. Michael Jacksons Tochter Paris und Sängerin Kesha gaben sich emotional: "Gebt Rassismus, Hass und Diskriminierung keine Chance. Sucht euch Hilfe, wenn es euch mental schlecht geht. Ihr seid nicht allein!" Berührend!

Die Musik war an diesem Abend eher Nebensache, ging es doch um weit wichtigere Dinge, wie das Gedenken an Chester Bennington, den amerikanischen "Anti-Präsidenten und der in Charlottesville getöteten Heather Heyer.

Kendrick Lamar: Der Abräumer des Abends

Live-Auftritte gabs von Ed Sheeran, Kendrick Lamar, Shawn Mendes, Miley Cyrus, Fifth Harmonie, Lorde & Thirty Seconds To Mars. Pop-Röhre P!Nk erhielt den "Michael Jackson Video Vanguard Award". Mit acht Nominierungen gehörte Rapper Kendrick Lamar zu den Favoriten des Abends und war mit "HUMBLE" der große Abräumer des Abends ("Best Hip Hop", "Best Direction", "Best Art Direction", "Best Visual Effects" und "Best Video of the Year").

Keine Geschlechtertrennung bei den Kategorien

Erstmals in der Geschichte der "VMA's" gab es keine Geschlechtertrennung bei den Kategorien. Bedeutet also: Miley Cyrus trat in der Kategorie „Best Pop Video" gegen Ed Sheeran an Der Gewinner war in diesem Fall Band Fifth Harmony.

Pink: Starke Frau mit starker Stimme

Rock-Röhre "PINK" wurde mit der höchsten Ehre, dem "Michael Jackson Video Vanguard Award" ausgezeichnet. Ellen De Generes überreichte den Pink den goldenen „Moonman" wprauf diese eine sehr persönliche und berührende Dankesrede hielt. Die Sängerin, die bekannt für ihre rebellische Natur ist, kann auf eine mittlerweile 17-jährige Karriere zurückblicken. Hat sie doch einige der unvergesslichsten Pop-Songs und Musikvideos unserer Zeit hinterlassen. Ehemann Corey Hart und Töchterchen Willow waren auch mit dabei. Pink gab zu, sie habe sich immer anhören müssen „wie ein Junge auszusehen", trotzdem fülle sie riesige Hallen.

Taylor Swift VS. Katy Perry:

Taylor-Swift-Fans wurden enttäuscht: Es gab weder einen Auftritt des Pop-Stars noch eine Versöhnung mit Erzfeindin Katy Perry. Die 27-Jährige war lediglich im Musikvideo zu ihrer neuen Single „Look What You Made Me Do" zu sehen. Am Ende des Clips waren mehrere Versionen der „alten Taylor" zu sehen. Schade, viele Fans hätten sich entweder einen "Zicken-Zoff" oder eine "öffentliche Versöhnung" gewünscht.

Lorde: Ein Jogger-Girl in Alufolie

Den sonderbarsten Auftritt des Abends hatte mit Sicherheit die Neuseeländerin Lorde. Sie "sang" ihren Song „Homemade Dynamite" ohne auch nur ein einziges mal ihre Lippen zu bewegen! Die Choreographie dazu war mehr als peinlich.

Jared Leto: Gedenken an Chester Bennington

„30 Seconds to Mars"-Frontmann Jared Leto hielt eine bewegende Rede über seinen Kollegen und guten Freund „Linkin Park"-Sänger Chester Bennington. Er würdigte seine Güte und sein großes Herz und wandte sich an alle Menschen, die wie Bennington an Depressionen leiden.

Depression und Selbstmord war immer wieder Thema

„Selbstmord" war das große Thema des Abends. Nachdem bereits Leto in seiner Hommage an Chester Bennington das Thema ansprach, ging Kesha noch einmal ausführlicher darauf ein: Sie ermutigte jeden Menschen, der mit dem Leben hadert, sich jederzeit an die die nationale Suizid-Krisen-Hotline zu wenden.

Während des Auftritts von Logic, "Best New Artist" Khalid und Alessia Cara wurde die Telefonnummer von Hilfsorganisationen auf den Leinwänden eingeblendet, Überlebende von Suizidversuchen kamen zu den Musikern auf die Bühne. Gänsehaut an den Bildschirmen und Tränen in der Halle!

Susan Bro's und Robert Wright Lee's IV Botschaft:

Wright Lee's Mission sei es, sich gegen Hass und Rassismus auszusprechen. "Liebe und friedliches Miteinander müssen immer über Hass und Rassismus siegen". Susan Bro, die Mutter der in Charlottesville getöteten Heather Heyer betrat die Bühne und erntete minutenlange Standing Ovations. Auch sie sprach sich gegen Gewalt und Hass aus – das hätte ihre Tochter gewollt.

Die Gewinner:

„Artist of the Year": Ed Sheeran

„Best New Artist": Khalid

"Song of Summer": XO Tour Llif3 (Lil Uzi Vert)

"Best Pop": "Down" (Fifth Harmony ft. Gucci Mane)

"Best Dance": "Stay" (Zedd & Alessia Cara)

"Best Choreography": "Fade" (Kanye West,Choreography by Teyana Taylor, Guapo, Matthew Pasterisa, Jae Blaze & Derek Watkins)

"Best Collaboration": "I Don't Wanna Live Forever" (Fifty Shades Darker, Zayn & Taylor Swift)

"Best Hip Hop": "HUMBLE" (Kendrick Lamar)

(HH)

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