MTV-Milliardenklage gegen YouTube abgewiesen

Jahrelang versuchte MTV-Eigentümer Viacom das Videoportal YouTube auf Schadenersatz zu klagen. Eine Milliarde Dollar forderte der Konzern für die Verletzung von Urheberrechten. Ein US-Gericht hat gestern die Eröffnung eines Verfahrens abgelehnt.


Die Klageabsichten des Medienkonzerns Viacom waren nicht unbegründet. Millionen von illegal mitgeschnittenen MTV-Videos kursieren auf YouTube, darin sieht Viacom eine Urheberrechtsverletzung. Eine Milliarde Dollar hielt man für eine angemessene Entschädigung, gehören doch auch die Kanäle Comedy Central und Nickelodeon dem Firmenimperium an.

US-Richter haben die Klage gegen YouTube-Eigentümer Google nun abgeschmettert. Grund: Video-Plattformen können nicht haftbar gemacht werden, wenn die von Usern eingestellten Videos nach einer Beschwerde umgehend gelöscht werden. Dieser Aufforderung kam YouTube nach. Die Entscheidung beruht auf einem Gesetz aus dem Jahr 1998 - also lange Zeit, bevor YouTube aufkam.

Facebook, eBay und Yahoo hatten sich im aktuellen Fall auf die Seite der Videoplattform gestellt. Viacom will Berufung gegen die Entscheidung einlegen.
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