Mückstein macht im ORF Lockdown-Ansage für Ungeimpfte

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein in der ZIB2 bei Armin Wolf am 6. Dezember 2021.
Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein in der ZIB2 bei Armin Wolf am 6. Dezember 2021.Screenshot ORF
Der allgemeine Lockdown wird Ende dieser Woche für Geimpfte enden. Für ungeimpfte Personen sieht die Corona-Lage allerdings anders aus.

Die Bundesregierung berät am morgigen Mittwoch über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Am Versprechen, dass der Lockdown am 11. Dezember zu Ende gehen wird, hält die Regierung dabei entschieden fest – das ließ Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein am Montag in der "Zeit im Bild 2" durchsickern.

 Mücksteins Impfpflicht-Interview im ORF sorgt für Aufregung

"Der allgemeine Lockdown wird am 11. Dezember enden", stellte Mückstein klar. Nachsatz: "Der Lockdown für ungeimpfte Menschen wir dann weitergehen." Ungeimpfte dürfen also auch ab nächster Woche weiterhin nur aus bestimmten Gründen das Haus verlassen werden.

Ausgangssperre rund um die Uhr

Wollen Nicht-Geimpfte die eigenen vier Wände verlassen, brauchen sie dafür einen triftigen Grund. Darunter fallen etwa der Gang in eine Impfstraße, ein Arztbesuch, der Einkauf im Supermarkt, der Weg zur Arbeit oder in ein Krankenhaus für einen Notfall. Auch Spaziergänge sind weiterhin erlaubt.

Auf die Frage von Moderator Armin Wolf, ob Mückstein aber garantieren könne, dass es nach Weihnachten keinen neuen generellen Lockdown geben werde, antwortete der Gesundheitsminister: "Ich werde in einer Pandemie gar nichts garantieren. Wir haben jetzt über zwei Wochen hinter uns, weil wir die Intensivstationen haben schützen müssen."

"Es wird keine Beugehaft geben"

Es sei seine Aufgabe als Gesundheitsminister, dass österreichweit gesehen Intensivkapazitäten frei sind. "Der Lockdown war die letzte Möglichkeit und das ist eine sehr grobe Maßnahme, die aber Erfolg gezeigt hat", so Mückstein. In Österreich würden die Zahlen nun "Gott sei Dank" sinken.

Mückstein gibt aber zu bedenken: "Wir haben eine neue Variante, deren Einschätzung den Experten noch schwer fällt." In Sachen Impfpflicht, die ab Februar 2022 kommen wird, verweist der Gesundheitsminister auf die noch laufenden Gespräche. Ende dieser Woche (Anm. Donnerstag oder Freitag) soll der finale Gesetzesentwurf vorliegen.

Bestätigten wollte Mückstein bisher nur, dass es "keine Beugehaft" für Impf-Verweigerer geben werde. Welche Personen genau von der Impfpflicht nicht betroffen sein soll, ließ der Gesundheitsminister ebenfalls offen. Generell gab sich der Grüne-Minister in dem Interview eher zurückhaltend und sorgte damit für Aufregung.

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