Mückstein mit erfreulicher Nachricht zur Sozial-Hilfe

Ein Antrag auf Mindestsicherung.
Ein Antrag auf Mindestsicherung.Bild: picturedesk.com/APA (Symbolbild)
Trotz Corona-Pandemie waren im Jahr 2020 deutlich weniger Personen in Österreich auf Mindestsicherung angewiesen, als noch im Jahr zuvor.

Die am Dienstag veröffentlichte Mindestsicherungs- und Sozialhilfestatistik 2020 - vom Sozialministerium in Auftrag gegeben und von der Statistik Austria durchgeführt - weist einen erfreulichen Trend auf: 2020 waren trotz Pandemie deutlich weniger Personen in Österreich auf das letzte soziale Netz angewiesen, als im Jahr davor. Im Verlauf des Jahres 2020 lebten insgesamt 277.650 Personen in 156.557 von der Mindestsicherung/Sozialhilfe unterstützten Bedarfsgemeinschaften, ein Rückgang gegenüber 2019 um 9.943 Personen oder 3,5 Prozent.

"Viele Menschen, vor allem Kinder, sind auf das letzte soziale Sicherungsnetz angewiesen. Wir wollen gemeinsam und solidarisch aus der Krise kommen. Wir schauen aufeinander. Deshalb ist es gut, dass es hier einen rückläufigen Trend gibt. Der zeigt, dass unsere Maßnahmen wie etwa die Kurzarbeit, die Erhöhung der Notstandshilfe und verschiedene Einmalzahlungen zum Abfedern der sozialen Auswirkungen der Pandemie bei Personen mit sehr geringem Einkommen gut gewirkt haben", so Sozialminister Wolfgang Mückstein zu den aktuellen Zahlen.

Die Ausgaben für die Mindestsicherung und Sozialhilfe betrugen im Jahr 2020 insgesamt 959 Mio. Euro (Lebensunterhalt und Wohnen: 906 Mio. Euro, Krankenhilfe: 53 Mio. Euro), das waren um 46 Mio. Euro (+5,0 Prozent) mehr als im Vorjahr. Im Vergleich dazu schütteten die 20 ATX-Unternehmen Dividenden in der Höhe von 3,2 Mrd. Euro an ihre Aktionär:innen aus. Trotz Pandemie und Wirtschaftskrise sind die Dividenden der österreichischen börsennotierten Unternehmen somit mehr als drei Mal so hoch wie die Ausgaben für die gesamte Mindestsicherung/Sozialhilfe.

Vor allem Kinder brauchen Unterstützung

Unter den Bezieher:innen der Mindestsicherung/Sozialhilfe waren 8 Prozent erwerbstätig und hatten so geringe Löhne, dass sie Mindestsicherung/Sozialhilfe benötigten. 34 Prozent waren arbeitslos, das Arbeitslosengeld war allerdings so gering, dass sie zusätzlich mit Mindestsicherung/Sozialhilfe aufstocken mussten. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) aller Mindestsicherungs- bzw. Sozialhilfebezieher:innen konnten aufgrund ihres Alters (Kinder, Schüler:innen, Senior:innen) oder ihres schlechten Gesundheitszustandes nicht am Arbeitsmarkt teilnehmen, weitere 5 Prozent betreuten Kinder. Bei den restlichen Personen kamen sonstige Gründe zum Tragen (Angehörigenpflege, etc.).

Sozialminister Wolfgang Mückstein
Sozialminister Wolfgang MücksteinHELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com

Der Anteil der Kinder (37 Prozent) lag deutlich über jenem der Frauen (34 Prozent) bzw. der Männer (29 Prozent). Einen überdurchschnittlich hohen Kinder-Anteil hatten Tirol (42 Prozent), die Steiermark (39 Prozent) und Oberösterreich (38 Prozent).

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