Jetzt müssen Lehrlinge im Corona-Postzentrum helfen

Das Bundesheer unterstützt die Post.
Das Bundesheer unterstützt die Post.iStock, Post AG
Es wird nicht leiser um die österreichische Post: Erst am Mittwoch wurde bekannt, dass nach dem Postzentrum in Hagenbrunn auch das Briefzentrum Inzersdorf einen Corona-Infizierten hat. Ein anonymes Schreiben an "Heute" erklärt, dass nun Lehrlinge aushelfen sollen. 

Am Freitag um acht Uhr soll ein Shuttle-Bus von der "Post am Rochus" (Am Rochusplatz, Landstraße) Lehrlinge in das erst in die Schlagzeilen gekommene Paketverteilzentrum der Post in Hagenbrunn bringen. Dort ist seit der Vorwoche das Bundesheer im Einsatz, nachdem von 250 Mitarbeitern 72 positiv auf Covid-19 getestet wurden.

Lehrlinge fürchte um Job und Gesundheit

Die Lehrlinge seien oft noch minderjährig und trauten sich auch nicht etwas zu sagen, heißt es in dem anonymen Schreiben, das "Heute" erreichte. "Es sei nicht einfach eine Lehrstelle zu bekommen", heißt es weiter. Man sorge sich vor allem um die Verwandten, die oft Teil der Risikogruppe seien. Die Lehrlinge müssten jedoch jetzt dort für vorerest drei Tage dort aushelfen. Jedes Mal werden sie mit einem Shuttle-Bus dorthin gebracht.

Markus Leitgeb: "Lehrlinge arbeiten im Nebengelände in einer eigenen Halle"

Post-Pressesprecher Markus Leitgeb erklärte "Heute", warum die Lehrlinge hier zum Einsatz kommen und wo genau dies passieren wird: "Wir arbeiten gerade mit vereinten Kräften die Rückstände in Hagenbrunn ab. Diese Arbeiten finden nicht in unserem Logistikzentrum statt – sondern am Nebengelände, wo wir eine eigene Halle angemietet haben. Dort finden, räumlich und organisatorisch komplett vom Bundesheer getrennt, Arbeiten statt, damit unsere Kunden so rasch wie möglich ihre Pakete erhalten. Hier helfen Mitarbeiter aus allen Konzernbereichen und quer durch alle Bundesländer – aus den Filialen, aus den Büros, Führungskräfte und auch der Vorstand – zusammen."

Dies wurde auch in einem heutigen Facebook-Posting der Post dargestellt (siehe oben). Pressesprecher Markus Leitgeb ergänzte im Gespräch mit "Heute", dass "alle Sorgen und Bedenken der Mitarbeiter ernst genommen werden und man sich bei Fragen jederzeit an die Führungskräfte wenden" könne. 

20 Mitarbeiter in Inzersdorf unter Quarantäne

Am Mittwoch wurde bekannt, dass das Briefzentrum Inzersdorf, das mit 900 Mitarbeitern österreichweit größte Verteilzentrum der Post, auch von Corona betroffen ist. Krankenstände würden sich dort häufen, bei bei den Leiharbeitern gebe es eine für das Briefzentrum ungewohnt hohe Fluktuation. Die Post bestätigte, dass in dem neuen Zentrum eine Neuinfektion festgestellt wurde und 20 Mitarbeiter, die unmittelbaren Kontakt zu dieser Person hatten, unter Quarantäne gestellt wurden. Eine Testung der insgesamt 900 Mitarbeiter des Briefzentrums stehe zu Diskussion.

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