Obwohl es vier Lösungsvorschläge gibt, will das Land die 120 Jahre alte Pendlerbahn ins Mühlviertel durch eine Regio-Tram ersetzen. Die Elektrobahn hat dieselbe Schienenbreite wie die Linzer Bim und kann so die Pendler vom Mühlviertel direkt zum Hauptbahnhof bringen. Kosten: 165 Millionen Euro, Bauzeit: höchstens sechs Jahre.
Eine Straßenbahn, die im 30-Minuten-Takt von Rohrbach nach Linz unterwegs ist, soll der vom Stau verstopften B127 Konkurrenz machen. Berechnete Fahrzeit: 59 Minuten. Ab Rottenegg soll der gewohnte 15-Minuten-Takt beibehalten werden.
Die Landesräte Hermann Kepplinger (SPÖ) und Franz Hiesl (ÖVP) gehen davon aus, dass alleine im Bereich Linz-Rottenegg vier Millionen Fahrgäste im Jahr unterwegs sein werden. Zusätzlich sollen 2,1 Millonen Pendler aus dem oberen Mühlviertel dazukommen. Die dortigen Buslinien werden Zubringersysteme für die Mühlkreisbahn neu.
Die Strecke von Rohrbach bis Aigen wird aufgelassen. Für diese Veränderungen kauft das Land die Mühlkreisbahn von den ÖBB. Obwohl sich Hiesl im Wahlkampf 2009 gegen die Straßenbahn-Version stemmte, stimmt er jetzt zu: Die Ausgangslage ist jetzt ganz anders.
Lob kommt vom Linzer Stadt-Vize Klaus Luger, der die Bahn an die geplante zweite Bim-Linie anbinden will. Kritisiert wird die Bim-Lösung von Ulrike Schwarz (Grüne): Das ist das Aus für Güterverkehr und Bahn-Anbindung ins Ausland.