Österreich

Müller Wr. Neustadt: Keine Rettung möglich

Heute Redaktion
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Es ist fix: Die Müller-Filiale in der Wr. Neustadt schließt. Heute in der Früh informierte Bürgermeister Klaus Schneeberger (VP) die Öffentlichkeit. Am 30.9. sperrt die Filiale zu.

Heute Mittwoch hat Bürgermeister Klaus Schneeberger im Beisein von allen im Gemeinderat vertretenen Fraktionen im Rathaus Wr. Neustadt darüber informiert, dass die Schließung der Filiale der Drogeriekette Müller in der Wiener Neustädter Innenstadt nicht abgewendet werden konnte. Auf Basis einer ausverhandelten Mietpreisreduktion und einer von der Stadt Wiener Neustadt in Aussicht gestellten Ausfallshaftung hatte Müller bereits eingewilligt, bis Mitte 2019 in der Innenstadt zu bleiben und bei den zu erwartenden steigenden Umsatzzahlen auch langfristig den Standort zu halten.

Knebelvertrag von Investmentfirma

Ein Knebelvertrag mit dem Betreiber der Merkur City, hinter dem der deutsche Investmentfonds KGAL steht,wo Müller ebenfalls eine Filiale betreibt, hat diese ausverhandelte Lösung verhindert. „Ich habe in den vergangenen Tagen alles in meiner Macht stehende getan, um die Müller-Filiale zu retten. Es macht mich wütend und traurig, dass aufgrund eines Knebelvertrages mit einemUnternehmen, hinter dem ein deutscher Investmentfondssteht, der die Innenstadt ausbluten lässt, alle Bemühungen umsonst waren. Allerdings halte ich fest, dass sich Herr Müller als Eigentümer der gleichnamigen Drogeriekette bis zuletzt für eine Weiterführung der Innenstadt-Filiale stark gemacht hat, wofür ich ihm ausdrücklich danke. Aufgrund der Haltung der Verantwortlichen des Investmentfonds ist jedoch heute einmal ein schwarzer Tag für die Wiener Neustädter Innenstadt sowie für die Mitarbeiter von Müller. Ich kann gar nicht sagen, wie weh uns diese Entwicklung tut", so Schneeberger.

Denn: Rund 40 Angestellte dürften ihren Job verlieren. Die Gemeindevertreter haben folgendes vereinbart: Der Magistratsdirektor wird beauftragt, eine rechtliche Prüfung durch die Bundeswettbewerbsbehörde zu veranlassen. Bund, Land und Städtebund werden ersucht, über gesetzliche Rahmenbedingungen zu diskutieren, die derartige Praktiken unterbinden. (Lie)