Digital

Murdoch und Microsoft: Bündnis gegen Google

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:08

Medienmogul Rupert Murdoch plant, die Inhalte der Medien seines Unternehmens News Corp ("The Sun", "Wall Street Journal", "Times" u.a.) für Google zu sperren und sie exklusiv über den Microsoft Suchdienst "Bing" anzubieten. Mit dieser Strategie will Murdoch mit Online-Informationen auch abseits von Werbeeinnahmen Geld verdienen. Denn Mircosoft müsste für die Artikel zahlen.

Microsoft erhofft sich durch das Bündnis laut Financial Times einen höheren Marktanteil bei Suchmaschinen. "Bing" hatte auf dem US-Markt im Oktober nur einen Anteil von 10 Prozent, Google erreichte hingegen 65 Prozent.

Zusätzliche Einnahmen

Murdoch wiederrum erwartet sich durch die Zusammenarbeit mit Microsoft zusätzliche Einnahmequellen für den Webauftritt seiner Printmedien. Denn Microsoft würde für die Exklusivität bezahlen. Erst kürzlich hatte der 78-Jährige angekündigt, die Online-Informationen seiner Zeitungen kostenpflichtig zu machen. Mit Google geht der gebürtige Australier hart ins Gericht: "Das sind Leute, die einfach alles aufsammeln und unsere Geschichten klauen."

Kritik aus den eigenen Reihen

Das neue Bündnis wird aber innerhalb seines Unternehmens News Corp auch kritisch gesehen. "Es wäre zwar ein neuer Weg , für Inhalte Geld zu bekommen. Das Unternehmen würde aber den Verlust einer großen Leserschaft riskieren, wenn die Geschichten bei Google nicht mehr auffindbar wären", schreibt das das "Murdoch-Blatt" Wall Street Journal.

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