Österreich

Murenabgang in Kärnten: Häuser bis zu zwei Meter ver...

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:18

"Die Situation ist äußerst kritisch": Nach den Murenabgängen in Kraa und Afritz dürfen die Bewohnern nach wie vor nicht in ihre Häuser. Gebäude sind zum Teil zwei Meter verschüttet, ab morgen beginnen Bundesheersoldaten mit den Aufräumarbeiten.

"Die Situation ist äußerst kritisch": Nach den Murenabgängen in Kraa und Afritz dürfen die Bewohnern nach wie vor nicht in ihre Häuser. Gebäude sind zum Teil zwei Meter verschüttet, ab morgen beginnen Bundesheersoldaten mit den Aufräumarbeiten. 
Das Gegendtal kommt einfach nicht zur Ruhe: Binnen kürzester Zeit gingen zwei Muren in Afritz und Kraa ab und verwüsteten fast die ganzen Ortschaften. Es herrscht Ausnahmezustand und sogar Zivilschutzalarm wurde ausgerufen. 163 Bewohner von Kraa mussten die Nacht bei Freunden oder Verwandten verbringen. Auch am Montagnachmittag sind immer noch um die 40 Häuser nicht erreichbar. Viele Gebäude stehen bis zu zwei Meter in Schutt und Dreck. Erst am Dienstag werden Bundesheersoldaten versuchen die Keller freizuschaufeln, 100 Mann sollen die Kärntner unterstützen.

Bevölkerung ohne Wasser

Da die Trinkwasserleitung beschädigt wurde, waren rund 70 Häuser in Afritz ohne Wasser. Die Stadt Villach lieferte Wasserbeutel um die Bewohner zu versorgen. Mittlerweile konnte die Leitung repariert werden. Zu dem ganzen Leid der Bevölkerung mischt sich jetzt auch Wut, denn man hätte längst etwas gegen die drohende Gefahr tun können. Erst vorgestern hatte der Afritzer Bürgermeister Maximilian Lindner die Bewohner beruhigt: "Es wäre keine Gefahr in Verzug." Da hatte er sich wohl geirrt, den fast der ganze Ort ist verwüstet. "Es konnte niemand damit rechnen, dass so etwas wieder passiert", sagte Linder zur "Kleinen Zeitung".

Straßensperren

Wegen der Katastrophe kommt es natürlich auch zu zahlreichen Straßensperren in der Region. Die B98 Millstätter Straße ist  nicht befahrbar. Hier sollte man großräumig über die A10 und Spittal ausweichen. Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, die Sperren und Fahrverbote unbedingt einzuhalten. "Die Situation ist lebensgefährlich."

Rasche Hilfe für die Bevölkerung

Nachdem sich zahlreiche Mitglieder der Landesregierung selbst ein Bild von den Zerstörungen gemacht haben, gab Landeshauptmann Peter Kaiser am Montag bekannt, dass jetzt schnell Geldmittel für die Betroffenen fließen werden. "Finanzreferentin Gaby Schaunig hat die Kreditsperren aufgehoben. Geldmittel von bis zu 1,47 Millionen Euro können damit rasch zur Verfügung gestellt werden."

 

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