Digital

Musk nimmt jetzt Armin Wolf, Thiem und Kurz ins Visier

Elon Musk ist die Definition von unkonventionellen Entscheidungen. Sein neuester Streich zielt sogar auf die größten Promis des Landes ab.
Nicolas Kubrak
21.04.2023, 10:22
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Dass Multimilliardär Elon Musk mit seinen Entscheidungen polarisiert, ist bekannt. Seit seiner Twitter-Übernahme hat er bereits einige unpopuläre Neuerungen eingeführt – Twitter Blue etwa, mit dem jeder Nutzer sein Profil mit einem blauen Verifikations-Häkchen bestücken kann.

Jetzt muss jeder zahlen

Bis Donnerstag wurde das Häkchen für Prominente und relevante Personen kostenlos vergeben. Doch nun ist auch damit Schluss: Twitter hat mit dem Entfernen der kostenlosen Verifikations-Häkchen angefangen. Jetzt haben also nur noch Kunden, die für das Twitter-Blue-Abo zahlen, das Symbol in ihren Profilen – aber ohne echter Überprüfung ihrer Identität. Das sorgt für mächtig Kritik.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Austro-Promis stehen leer da

Landesweit bekannte Personen – ganz gleich ob Politiker, Sportler oder Journalisten – stehen ab Donnerstag also leer da, das Verifikations-Häkchen ist futsch. Bekannteste Beispiele sind ORF-Anchor Armin Wolf, Tennis-Ass Dominic Thiem oder Ex-Kanzler Sebastian Kurz, die seit Jahren als verifiziert galten. Die Häkchen waren eingeführt worden, damit Twitter-Nutzer sicher sein konnten, dass sich niemand für Prominente ausgibt. 

Auch weltweite Stars wie Fußballer Cristiano Ronaldo oder die Sängerin Shakira haben ihr blaues Häkchen verloren. Sängerin Dionne Warwick kritisierte schon im Voraus, dass sich jeder für einen Promi ausgeben könnte. Auch ihr Profil zählt nicht mehr als verifiziert.

Musk: "Verfahren ist korrupt"

Tech-Milliardär Musk behauptete nach seinem Kauf von Twitter (Kosten: 44 Milliarden Dollar), das Verfahren zur Vergabe der Häkchen sei "korrupt" gewesen. Daher sollten nun alle dafür bezahlen. Viele Superstars kündigten an, dass sie kein Abo bei Musks Twitter abschließen werden.

Bisher lebte die Social-Media-Plattform von Werbeeinahmen, die traditionell den Großteil des Geschäfts einbrachten. Nachdem Musk Twitter kaufte, wanderten immer mehr Anzeigenkunden ab und sorgten dafür, dass sich die finanzielle Lage des Unternehmens drastisch verschlechterte. Musk hofft nun stärker auf Abo-Erlöse von Nutzern und Unternehmen. Das Häkchen-Symbol zum Teil des Abos zu machen, ist Teil des Plans.

Wer übrigens ein Twitter-Blue-Abo abschließen möchte: Für 9,52 Euro im Monat erhalten User das blaue Häkchen und können so ihr Profil aufpeppen. Außerdem besteht die Möglichkeit, eigene Tweets zu bearbeiten und Werbeanzeigen zu reduzieren.

Weitere Storys