Dabei hatte das Tabellenschlusslicht über weite Strecken gut mit den Innviertlern mitgehalten. David Bumberger (55.) glich die Führung der "Wikinger" durch Seifedin Chabbi (12.) aus, ehe Ante Bajic erst in der 91. Minute der späte Ried-Siegtreffer gelang.
Damit verloren die Altacher auch das sechste Spiel in Folge. Während der Winterpause hängt die rote Laterne vor der Cashpoint Arena in Altach. Drei Punkte fehlen bei einem Spiel mehr zur Admira, die auf Rang elf liegt.
"Wir sind am Boden zerstört, weil wir uns einen Punkt verdient hätten. Nach dem 0:1 waren wir richtig gut im Spiel. Schade, dass wir nicht zumindest einen Punkt mit nach Hause nehmen können", haderte Altach-Coach Damir Canadi nach dem Spiel bei "Sky" mit der späten Pleite. "Es tut mir unheimlich weh für die Mannschaft, weil sie viel investiert hat. Aber so ist der Fußball eben", fügte Canadi an.
Der Punkt hätte allerdings wenig geholfen. Der Abstand zum rettenden Ufer ist groß. Deshalb wurde bereits in den letzten Wochen die Kritik am 51-Jährigen immer lauter. Dessen ist sich auch Canadi bewusst. "Sollte ich nicht der sein, der die Mannschaft auf den richtigen Weg führen kann, dann wird es so sein", meinte Canadi gelassen. Über die Zukunft wird nun in der nächsten Woche beraten.
Altach-Sportdirektor Werner Grabher stellte sich derweil noch hinter seinen Trainer. "Es tut mir weh für den Staff, für die gesamte Mannschaft, die versucht, alles herauszuholen. Dann sind solche Ergebnisse ein richtiger Stich", so Grabher, der auch den jungen Kader als Grund für die Pleiten-Serie der letzten Wochen anführte.
Nun soll analysiert werden. "Wir wissen genau, was zu tun ist, da haben wir ein sehr klares Bild in den letzten Wochen bekommen. Ich möchte das in Ruhe mit dem Trainer und den Verantwortlichen im Klub angehen", so Grabher, der andeutete, dass Canadi der Altach-Trainer bleibt. "Ich schätze ihn, kenne ihn lange. Ich bin mir sicher, dass in ein paar Tagen auch bei ihm die Mechanismen wieder arbeiten. Er ist ehrgeizig und wird bereit sein, mit uns diesen Weg zu gehen", schloss der Altach-Sportdirektor.