Fussball

Muss Rapid jetzt tausende Abo-Besitzer aussperren?

Die Rückkehr der Fans stellt Rapid vor ein Problem. Mit der Obergrenze von 10.000 Zuschauern passen nicht alle Abonnenten ins Allianz-Stadion.
Phillip Platzer
04.08.2020, 08:26

Corona-Ampel, Obergrenzen, über Bundesländer verteilt verschiedene Regelungen - die Rückkehr der Fans in die Stadien wird kompliziert. Ab September soll es aber soweit sein, die Bundesliga erarbeitet mit den Vereinen gerade ein Modell.

Generell soll eine Obergrenze von 10.000 Zuschauern pro Spiel gelten. Während andere Vereine von solchen Zahlen nur träumen können, ist das für Rapid eindeutig zu wenig. Mit einem Schnitt von 19.000 Fans pro Partie trifft die neue Regelung die Grün-Weißen schwer.

Die Hütteldorfer brachten einen Vorschlag für eine 50-Prozent-Grenze ein, dieser wurde aber von der Regierung abgelehnt. Mit der Obergrenze bekommt Rapid nicht einmal alle Abonnenten im Allianz Stadion unter.

"Eine prozentuelle Orientierung an der Stadionkapazität in Verbindung mit einem Präventionskonzept fänden wir fair", sagt Geschäftsführer Christoph Peschek in der Krone. So müssen rund 2.000 der knapp 12.000 Dauerkartenbesitzer zu Hause bleiben.

"Wenn wirklich nicht alle Abonnenten reindürfen, werden wir die treuesten bevorzugen und den anderen ihre Beiträge jeweils aliquot rückerstatten", erklärt Peschek im Kurier und fordert rechtliche Klarheit.

Denn zum Beispiel dürfen bei Sturm Graz wohl mehr Zuschauer ins Stadion, weil diese mit Mund-Nasenschutz direkt nebeneinander sitzen dürfen. In Wien sollen die Anhänger in einem Schachbrettmuster auf den Rängen verteilt werden.

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