Im Salzwerk Hallstatt mussten vier Touris per Sonderfahrt ins Tal gebracht werden. Sie hatten die letzte Fahrt verpasst. Nicht der erste Fall – Der Betreiber überlegt Konsequenzen.
Drei Touristen aus Brasilien und eine Slowakin waren Dienstagnachmittag in Hallstatt mit der Seilbahn ins Salzberg Hochtal gefahren und besuchten die Aussichtsplattform.
Dort dürften sie die Zeit dann offenbar übersehen haben, denn an mangelnder Beschilderung und an Hinweisen seitens der Mitarbeiter kann und soll es laut Polizei vor Ort nicht gelegen haben.
Dennoch, verpassten die ausländischen Besucher die letzte Seilbahn – Sie ging um 16.30 Uhr. Etwa eine halbe Stunde später wusste das Quartett nicht mehr weiter und einer der Brasilianer rief die Polizei.
Zwei Beamte der Alpin-Polizei und zwei Mitarbeiter der Salzbergseilbahn wurden zum Einsatz gerufen, die Seilbahn gegen 18 Uhr noch einmal in Betrieb genommen.
Salzwelten denken über Kostenersatz nach
Jetzt überlegt der Betriebsleiter der Salzwelten – Kurt Reiter – über Konsequenzen nach, wie der ORF berichtet. Drei bis vier mal Pro Jahr kommt es vor, dass die letzte Talfahrt verpasst wird und die Seilbahn noch eimal in Betrieb genommen werden muss, um Besucher ins Tal zu bringen.
Und das, obwohl man Hinweisschilder mit den Zeiten habe und die Gäste in der Talstation informiert werden. Man überlege in Zukunft Blinklichter und Lautsprecherdurchsagen einzusetzen.
Und noch etwas könnte bald Realität werden: Bisher musste für derartige Sonderfahrten nichts bezahlt werden. Das könnte sich aber ändern, Reiter denkt dem ORF zufolge über einen Kostenersatz nach. Wie hoch der sein soll, müsse aber erst errechnet werden.
(cru)