Es hätte das Traum-Duo im österreichischen Tennis-Sport werden sollen. Zu Jahresbeginn gab Dominic Thiem bekannt, künftig auf die Dienste von Thomas Muster zu setzen. 20 Wochen im Jahr hätte die ehemalige Nummer eins die aktuelle Nummer drei als Coach begleiten sollen. Das große Ziel: ein Grand-Slam-Titel.
Doch nach fünf Partien war bereits Schluss. Vor dem Achtelfinale der Australian Open bestätigte Thiem die Trennung. "Es hat einfach nicht gepasst. Bevor wir unsere Zusammenarbeit begonnen haben, sagten wir uns, dass wir das sofort beenden, wenn es einfach nicht passt. Wir verstehen uns aber super, es gab da überhaupt kein Problem. Es ging nur um die Arbeit", erklärte Thiem damals.
Eine Sichtweise, die Muster nicht bestätigen will. Der 52-Jährige meinte am Montag im ORF-Gespräch: "Man hat etwas versucht, probiert. Wenn da aus irgendeiner Richtung die Chemie nicht gestimmt hat, ist es so."
Muster weiter: "Ich bin ein Mensch, der sich schwer verbiegen lässt, der weiß, wo er anpacken muss. Ich glaube, wenn ich der Meinung bin, dass es Ansätze gibt, wo man besser werden kann, dann werde ich die kundtun."
Einen Streit mit Thiem habe es jedenfalls nicht gegeben. "Er hat das alles toll angenommen, was wir besprochen haben. Da gab es keine lauten Worte. Das war sehr harmonisch. Aber das wirkliche Aus kann nur er begründen, ich weiß es bis heute nicht."
Nach wie vor ärgert ihn die Art und Weise der Trennung. "Ich hatte nie den Plan, jemals wieder auf die Tour zurückzukehren", sagt Muster auf ServusTV. "Die einzige Herausforderung war, mit Dominic einen großen Titel zu holen. Es war gar nicht so leicht, das mit meiner Familie abzuklären. Wir wussten schon seit Oktober, dass wir zusammenarbeiten werden - und dann die plötzliche Trennung. Ich akzeptiere sie, aber ich kann sie nicht verstehen."