Diese Zivilcourage muss ausgezeichnet werden: Ein mutiger Linzer verfolgte einen bewaffneten Handtaschenräuber, gab der Polizei ständig durch, wo er gerade läuft. Nur drei Minuten später war der Täter in Haft - und der Verfolger ein Held. Allerdings: Die Polizei warnt auch vor solchen Aktionen!
Denn erst kürzlich musste in München (D) ein Manager (50) sterben, weil er ebenfalls nicht wegschaute und half - Heute berichtete. Dominik Brunner wurde in der S-Bahn von drei jungen Schlägern (17, 18) attackiert und totgetreten. Er wollte vier Kinder (13 bis 15) beschützen, die von den brutalen Jugendlichen erpresst worden waren.
Nicht undramatisch war auch der Fall in Linz Montag am späten Nachmittag: Der mit einer Schreckschusspistole bewaffnete Täter (25) hatte eine Frau (55) auf dem Römerweg überfallen, ihr die Handtasche entrissen. Das Opfer wehrte sich mit Leibeskräften, konnte sich und ihre Tasche verteidigen, wurde dabei aber verletzt. Ein junger Mann (21) beobachtete die Szene, sah den Täter weglaufen - und griff sofort zum Handy: Eine Frau wurde überfallen, ich laufe dem Täter nach!, sagte er den Polizisten. Als er ihn schon fast eingeholt hatte, blieb der Räuber plötzlich stehen, bedrohte ihn mit der Waffe. Der Linzer gab die Verfolgung auf. Aber in der Altstadt war dann die Flucht des Täters zu Ende: Eine Streifenbesatzung stellte den Räuber, zog ihm die Waffe aus der Hosentasche - Untersuchungshaft!