"Mit Kopftuch hätte ich sofort eine Wohnung"

Dreifach-Mama Angelika und ihr Sohn sind bald obdachlos. Da sie keine Hilfe bekommt, wendet sie sich mit einem zweifelhaften Video an die Öffentlichkeit.
Die 46-jährige Dreifach-Mama Angelika P. aus Wien ist wütend und fühlt sich im Stich gelassen. Bisher lebte sie mit ihrem Lebensgefährten und drei Kindern in einem Reihenhaus in Wien-Donaustadt. Doch in einer Woche sind sie und ihr Sohn obdachlos, wie sie behauptet. Grund: Der Lebensgefährte lässt eine andere Frau bei sich einziehen.

Wiener Wohnen helfe ihr nicht, behauptet Angelika. Darum wendet sich die Wienerin mit einem YouTube-Video an die Öffentlichkeit.

"Ich lasse mir das nicht gefallen. Ich bin Österreicherin, die erstmalig um Unterstützung gebeten hat."

"Habe voll die Arschkarte"

Bei Wiener Wohnen hätte die 46-Jährige einen Antrag auf eine Zwei-Zimmer-Wohnung eingebracht. Dieser sei aber abgelehnt worden, wie Angelika angibtt. "Keine ausreichende Begründung meinerseits, daher kein Anspruch", so die Dreifach-Mama. Anspruch auf einen Vormerkschein oder eine SMART-Wohnung habe sie ebenfalls nicht. Die 46-Jährige war 20 Jahre zu Hause bei den Kindern. Seit zwei Jahren arbeitet sie halbtags, hat jedoch keine Ersparnisse.

CommentCreated with Sketch.324 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Ich habe keine 500 Euro für eine Einzimmer-Wohnung in Favoriten. Ich habe keine 30.000 Euro für eine Genossenschaftswohnung. Ich habe gar nichts. Voll die Arschkarte"

Ex ist Hofrat, zieht mit neuer Frau zusammen

Wie konnte es so weit kommen?"Mein Lebensgefährte hat sich nach 29 Jahren von mir getrennt, nachdem er mich monatelang betrogen hat. Wir haben drei Kinder (23,19,17) gemeinsam." Im Mietvertrag stehe nur ihr Ex-Partner - ein Hofrat und hochrangiger Finanzbeamter, verheiratet waren sie jedoch nicht.

Nächste Woche soll die neue Herzensdame ihres Ex-Lebensgefährten ins Reihenhaus einziehen. Damit ist Angelika P. obdachlos. "Ich schau mir doch nicht an, wie er mit der quer durchs Haus vögelt",so die 46-Jährige.

"Mit Kopftuch hätte ich sofort eine Wohnung"



Den Grund dafür, dass sie keine Wohnung bekommt, sieht die 46-Jährige darin, Inländerin zu sein. "Ich bin mir sicher, hätte ich ein Kopftuch auf, könnte ich kein Wort Deutsch, hätte ich keinen Job, dann hätte ich sofort eine Wohnung bekommen. Sofort am nächsten Tag". Aber als Inländer, der "deutschen Sprache"mächtig, Österreichischer Staatsbürger, in Wien geboren "kannst schei*en gehen", wettert die Wienerin gegen Ausländer.

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(red)

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