Mutter darf wegen Corona ihren Sohn (9) nicht sehen

Anwalt Gottfried Forsthuber vertritt nun die Mutter.
Anwalt Gottfried Forsthuber vertritt nun die Mutter.Bild: privat
Ein Vater untersagt einer Mutter aus NÖ den Kontakt mit dem Sohn (9). Als Grund schiebt der Mann die Corona-Pandemie vor.
Neben der Isolationsbelastung leidet eine Mutter aus NÖ sehr darunter, dass sie ihr Kind derzeit gar nicht sehen kann – der Kampf zwischen ihr und dem Vater ist nämlich mittlerweile zu einem Rosenkrieg ausgeartet.

Der Bub wohnt beim Vater, dieser verweigert jetzt aber wegen Corona strikt das Kontaktrecht, nicht einmal per Video darf sie den Volksschüler sehen.

Beugestrafe im Extremfall

Der Badener Anwalt Gottfried Forsthuber dazu: "Wegen des Virus geraten Scheidungskinder zwischen die Fronten. Derzeit gibt es trotz der Corona-Erlässe noch keine Rechtsgrundlage für ein generelles Kontaktrechtsverbot. Das heißt ein Kontakt ist nach wie vor möglich, sofern das Kindeswohl gesichert ist. Wenn das Kind krank ist, wird man eine Pause machen. Aber nicht ewig! Wenn ein Elternteil den Kontakt verhindert, kann im Extremfall eine Beugestrafe bei Gericht beantragt werden. Bevor es soweit kommt, wollen wir eine gemeinsame Lösung finden. Kinder brauchen beide Eltern!"

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