Beim Erwärmen eines Babyfläschchens am Herd in einer Wohnung in Paternion (Bezirk Villach-Land) kam es in der Nacht auf Donnerstag fast zur Tragödie. Eine 24-Jährige schlief mit ihrem einjährigen Sohn ein, die Plastikflasche verschmorte und die Wohnung füllte sich mit giftigen Dämpfen. Nachbarn wurden schließlich in letzter Minute zu Lebensrettern.
Die Mutter dürfte aufgrund von Müdigkeit vergessen haben, den Herd abzudrehen. Um 22 Uhr schlug zwar der Rauchmelder in der Wohnung aufgrund des starken Rauchs Alarm, aber weder Mutter noch Kind wachten vom Geräusch auf. Allerdings wurden Nachbarn hellhörig und bemerkten auch den Brandgeruch. Als ihnen bei der Wohnungstür der Mutter niemand öffnete, alarmierten sie die Einsatzkräfte.
Die Feuerwehrleute hämmerten so lange an die Türe, bis die Frau schließlich aufwachte. Zu diesem Zeitpunkt hatten die 24-Jährige und ihr Sohn bereits eine Rauchgasvergiftung erlitten. Sie wurden in das Landeskrankenhaus Villach gebracht. Die Wohnung wurde belüftet. Der Schaden ist nicht allzu groß, weil es nur zur Rauchentwicklung und nicht zu einem Brand kam.