Österreich

Mutter kann Tochter Julia noch immer nicht begraben

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:46

Fünf Jahre lang gingen Brigitte und Anton Kührer durch die Hölle. Denn am 27. Juni 2006 verschwand ihre damals 16-jährige Tochter Julia spurlos von einer Bushaltestelle in Pulkau (NÖ). Und trotz Gründung einer Polizei-Soko (Cold Case) wuchs sich das Kriminalrätsel zum größten Fall einer Vermissten nach Natascha Kampusch aus.

Heuer am 30. Juni entdeckten Nachbarn in einem Erdkeller in Dietmannsdorf durch Zufall Julias Skelett. Seither haben die Eltern Gewissheit. Aber Ruhe finden sie nicht. Denn der Tatverdacht gegen den Besitzer des Anwesens, Michael K. (50), reicht nicht für eine U-Haft. Und fast drei Monate nach dem Leichenfund kann das Ehepaar Kührer sein totes Kind noch immer nicht begraben.

Der zuletzt geplante Bestattungstermin am 18. September wurde wieder verschoben. Der Grund: Der Wiener Gerichtsmediziner Wolfgang Denk, der die Todesursache klären und Hinweise auf Unfall oder Mord liefern soll, arbeitet penibel. Laut Bundeskriminalamt könnte die Freigabe von Julias Leiche bis Weihnachten dauern. Mama Brigitte Kührer dazu: „Wenn der Fall dadurch gelöst wird, warten wir gern.“

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen