Unzählige Helikopter-Eltern nutzen die Tracking-App "Life 360", um in Echtzeit zu erfahren, wo sich ihre Schützlinge herumtreiben. So auch eine Mutter im vorliegenden Fall, der in der "New York Post" geschildert wird. Demnach wurde die Frau misstrauisch, als ihr 18-jähriger Sohn nicht wie gewohnt beim Rugby-Training auf dem Platz stand, sondern sich stattdessen scheinbar untätig in der Nähe eines örtlichen Parks aufhielt. Die Mutter folgte der Spur und erwischte den Teenager dort in einem Auto beim Geschlechtsverkehr mit seiner Lehrerin.
Nachdem sie mehrere Fotos vom Fahrzeug und dem Nummernschild gemacht hatte, rief die schockierte Mutter die Polizei zum Tatort. Die 26-jährige Naturwissenschaftslehrerin Gabriela Cartaya-Neufeld wurde daraufhin festgenommen. Sie wurde zunächst in das Gefängnis des Landkreises Mecklenburg gebracht, wurde aber inzwischen gegen Kaution freigelassen werden.
Gerüchte über eine Affäre zwischen dem Schüler und der Lehrerin kursierten laut der "New York Post" bereits seit längerer Zeit unter der Schülerschaft. Auch die Mutter erfuhr von diesen und war "in höchster Alarmbereitschaft". Die Lehrerin muss sich nun wegen sexueller Aktivitäten mit dem Schüler in fünf Fällen verantworteten. Denn obwohl der 18-Jährige sich nicht mehr im Schutzalter von 16 Jahren befindet, ist eine sexuelle Beziehung zwischen einem Schüler und seinem Lehrer in North Carolina strafbar.
Die Tracking-App "Life 360" hat derzeit rund 50 Millionen aktive monatliche Nutzer und erwartet in diesem Jahr einen Gewinn von 300 Millionen US-Dollar. Im Vorstand des Unternehmens sitzt auch die Schwester von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Kritiker bemängeln die Datenerfassungspraktiken des Unternehmens. Derweil gibt es ganze Reddit-Threads, in denen überwachte Kinder und Jugendliche versuchen in Erfahrung zu bringen, wie sie ihre Eltern täuschen können oder die App deaktiviert werden kann.