Mutter ignoriert sterbende Tochter (13) und geht feiern

Robyn G. (13) starb, weil sie von ihrer Mutter ignoriert wurde
Robyn G. (13) starb, weil sie von ihrer Mutter ignoriert wurdeFacebook
Sharon G. hatte ihrer Tochter wiederholt medizinische Hilfe verweigert, weil sie dachte, die 13-Jährige sei nur süchtig nach Aufmerksamkeit.

Es ist ein erschreckender Fall von Vernachlässigung, der sich in der schottischen Stadt Wishaw etwa 23 km südöstlich von Glasgow ereignet hat.

Wie die "BBC" berichtet, hatte die 13-jährige Robyn schon Tage vor ihrem Tod über starke Schmerzen in der Magengegend geklagt. Trotz einiger Schmerztabletten schien es dem Mädchen immer schlechter zu gehen. Doch als sie ihre Mutter Sharon G. um Hilfe bat, wurde sie abgewiesen. Selbst als ein Bekannter der Familie anbot, das "völlig ausgezehrt" wirkende Mädchen in ein Krankenhaus zu bringen, lehnte die Schottin ab. Für die 45-Jährige waren die Leiden ihrer jugendlichen Tochter nur ein "Schrei nach Aufmerksamkeit" – ein fataler Irrtum, wie sich kurz darauf zeigte.

Tote Tochter auf Couch ignoriert

Eine Woche später verließ Sharon G. das Haus, um im örtlichen Pub einen heben zu gehen. Als sie mit ihrer männlichen Begleitung wieder zurückkehrte, entdeckten die beiden Erwachsenen Robyn zusammengesackt auf der Couch. Obwohl das Mädchen völlig reglos war und auch auf nichts zu reagieren schien, unternahm ihre Mutter nichts. Stattdessen holte sie einen weiteren Drink aus dem Kühlschrank und verzog sich mit ihrem Freund in den Garten.

Robyn könnte heute noch leben

Dem Mann war die Situation offenbar unheimlich, doch als er später noch einmal nach Robyn sah, war diese bereits tot. Selbst die alarmierten Notfallsanitäter konnten nichts mehr für die 13-Jährige tun. Die Jugendliche hatte offenbar an einem Magengeschwür gelitten, das – wäre es früher entdeckt worden – keinesfalls lebensbedrohlich gewesen wäre. So aber war es in Folge zu einer Perforation der Magenwand gekommen. Daran war Robyn am 26. Juli 2018 schlussendlich verstorben.

Schwer vernachlässigt

Durch den bis heute andauernden Gerichtsprozesses kamen jetzt neue, erschreckende Details zu dem Familienleben des verstorbenen Kinds und seiner Mutter ans Licht. So soll Robyn wegen der Alkoholsucht ihrer Mama ab ihrem vierten Lebensjahr bei ihrer Großmutter gelebt haben, wo es ihr an nichts fehlte. Erst 2017, ein Jahr vor ihrem Tod, erhielt Sharon G. wieder das Sorgerecht zurück und das Mädchen zog wieder bei ihr ein. Sozialarbeiter, die die Familie im Auge behielten, berichten von mehreren Streitereien.

Die 45-Jährige hat sich nun vor dem High Court in Glasgow der Vernachlässigung schuldig bekannt. Den Vorwurf der fahrlässigen Tötung streitet Sharon G. aber weiterhin ab. Das Urteil in dem Prozess wird laut "Daily Record" voraussichtlich im September gefällt werden.

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