Unter tragischen Umständen musste der kleine Denis (2) in der Wohnung seiner Mutter (24) in Antiesenhofen sterben: Während Kerstin J. schlief, drehte der in der Badewanne sitzende Bub das heiße Wasser auf. Er erlitt einen Hitzeschock, ertrank daraufhin! Die Mutter wurde erst eine Stunde später wach. Am Montag stand sie vor Gericht.
Furchtbar tragisches Detail: Die Mutter feierte am Tag des Unglücks ihren 24. Geburtstag, trank - wie sie am Montag vor dem Rieder Landesgericht auch zugab - ein Glas Prosecco. Kurze Zeit später ging sie mit ihrem Sohn Denis in die Badewanne. Weil der Bub das Wasser so liebte, bettelte er regelrecht darum, noch ein wenig plantschen zu dürfen. Die Mutter ließ das zu, ging aber in ein Nebenzimmer. Sie habe ihn immer im Blick gehabt, sogar mit ihm gesprochen, beteuert sie vor Gericht. Geschwächt von einer Grippe sei sie aber plötzlich eingeschlafen. In dieser Zeit drehte Denis an der Armatur und ließ heißes Wasser in die Wanne laufen. Der Bub erlitt laut Sachverständigen einen Hitzeschock, sackte bewusstlos zusammen und ertrank. Als nach einer Stunde die Mutter wach wurde, war es schon zu spät: Denis war vom alarmierten Notarztteam nicht mehr zu retten.
Der Staatsanwalt klagte Kerstin J., die sich seit dem tragischen Vorfall in psychologischer Betreuung befindet, wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Umständen an. Der Richter sah das als erwiesen an, verurteilte die Frau zu neun Monaten bedingter Haft - nicht rechtskräftig!