Ist Nächstenliebe oder Hilfsbereitschaft out? Oder muss man niemandem mehr in Notsituationen helfen? Fragen, die sich eine junge Mutter nach einem Vorfall in St. Pölten stellt. Sie machte ihrem Ärger in der Facebook-Gruppe "Leben in St. Pölten & Umgebung" Luft.
"Ich bin mit meiner kleinen Tochter im Kinderwagen beim Kreisverkehr Schwaighof über den Zebrastreifen gegangen und auf der regennassen Straße ausgerutscht", schreibt sie in die Gruppe. Aber nicht nur sie ist gestürzt, sondern auch der Kinderwagen ist umgestürzt. Zum Glück war ihre 21 Monate alte Tochter angegurtet, doch sie hat sich schwer am Knie verletzt. Am meisten ärgerte sie das Verhalten der Passanten und vorbeifahrenden Autofahrer. "Keiner hielt an und fragte, wie es mir oder meinem Kind geht, niemand half mir auf", teilt sie mit.
Zumindest sind die Fahrer stehen geblieben, damit sie aufstehen kann und erst dann weitergefahren. Auch ein vorbeifahrender Bus hielt nicht an. Die Kommentare zum Posting sprechen für sich. Viele berichteten von ähnlichen Vorfällen. Wenige zeigen Mitgefühl oder setzen sich für andere Mitmenschen ein.