Familiendrama an italienischer Adriaküste. In der italienischen Stadt Ravenna hat sich am Montagmorgen eine Tragödie ereignet, die für eine Sechsjährige tödlich endete. Zunächst setzte eine 41-jährige Italo-Schweizerin auf Facebook einen langen Post ab, in dem sie unter anderem mehrere Familienmitglieder beleidigte.
Dann nahm die Frau die sechsjährige Tochter und den Hund und sprang aus dem neunten Stock des Gebäudes, in dem die Familie wohnte. Wie ein Nachbar gegenüber der Polizei berichtet, habe er um 7 Uhr morgens verzweifelte Schreie des Mädchens gehört. "Mama no, mama no", soll das Mädchen geschrien haben. Der Anwohner alarmierte daraufhin die Polizei.
Bevor sich die Frau mit ihrer Tochter und dem Haustier aus dem Fenster des neunten Stocks stürzte, soll sie auf ein Gerüst geklettert sein. Laut Behördenberichten war der Aufprall am Boden bis zum gegenüberliegenden Gebäude zu hören. Der Vater, der zum Zeitpunkt ebenfalls Zuhause war, erfuhr erst durch die Ermittler von der Tragödie.
Suizidgedanken? Holen Sie sich Hilfe, es gibt sie.
In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen - außer, Suizide erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.
Wenn Sie unter Selbstmord-Gedanken, oder Depressionen leiden, dann kontaktieren Sie die Telefonseelsorge unter der Nummer 142
täglich 0-24 Uhr
Bauarbeiter, die am Gebäude, in dem die Familie wohnte, arbeiteten, fanden die Körper vor dem Haus. Während sich die 41-Jährige schwere Verletzungen zuzog und bei Bewusstsein ins Spital gebracht wurde, überlebte ihre Tochter nicht. Sie verstarb wie der Hund noch am Unfallort. Neben ihrem leblosen Körper fanden die Ermittler ein Stofftier, das die Sechsjährige angeblich umklammert hatte.
Die Staatsanwaltschaft hat wegen Mordes und der Tötung von Tieren Ermittlungen aufgenommen. Die Frau ist laut den Ermittlern seit etwa zehn Jahren bei einer psychiatrischen Einrichtung in Behandlung. Sie soll Medikamente eingenommen haben und regelmäßig an Sitzungen teilgenommen haben.
Außer dem Facebook-Post hat die Polizei keine Anhaltspunkte, dass es im Haushalt zu besonderen Spannungen gekommen wäre. Auch der Ehemann der Täterin habe keine Ahnung vom Vorhaben seiner Frau gehabt. Im Post, den sie kurz vor der Tat absetzte, machte die Frau ihrem Ehemann schwere Vorwürfe: "Keiner hält meinen gewalttätigen und aggressiven Vater von mir fern. Er verfolgt mich". Sie könne keine einstweilige Verfügung erwirken, weil sie keine Videos von der "schlimmen häuslichen Gewalt" habe. Auch gegen den Vater ihres Ehemannes erhebt sie schwere Vorwürfe.