In England verhaftet

Mutter täuschte Einbruch vor, um ihre Kinder zu töten

Gegen die 35 Jahre alte Kimberlee Singler wird in den USA wegen Mordverdachts ermittelt. Nun wurde sie in Großbritannien von der Polizei festgenommen.
02.01.2024, 22:04
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Die im Zusammenhang mit dem Tod zweier ihrer Kinder und der Verletzung eines dritten Kindes gesuchte Mutter Kimberlee Singler aus dem US-Staat Colorado ist in Großbritannien festgenommen worden. Die Festnahme erfolgte bereits am Samstag, wie die Polizei in Colorado Springs mitteilte. Singler hatte sich in einem Hotel in Kensington in London versteckt. Am Montag wurde sie dem Gericht Westminster Magistrates' Court vorgeführt. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt. Die Polizei erklärte jedoch, sie arbeite mit mehreren Strafverfolgungsbehörden zusammen. Die US-Justiz ersucht um Singlers Auslieferung.

Die neunjährige Tochter Elianna und der siebenjährige Sohn Aden von Kimberlee Singler waren am 19. Dezember tot von Beamten aufgefunden worden, die wegen eines angeblichen Einbruchs zum Haus der Familie gerufen wurden. Doch während der Ermittlungen sei diese Hypothese immer unscheinbarer geworden, so die Polizei. Die 35-Jährige kooperierte zunächst mit der Polizei, verschwand dann aber während der Ermittlungen, wie Ira Cronin, Sprecher der Polizei in Colorado Springs, sagte.

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Nach dem Erlass eines Haftbefehls wegen Mordes und versuchten Mordes am vergangenen Dienstag war Singler nicht mehr auffindbar. Die Verdächtige stand nicht unter Beobachtung. Zuletzt war sie am 23. Dezember in Colorado Springs gesehen worden, wie Cronin sagte. Er wisse nicht, ob die Beschuldigte einen Anwalt habe.

Mutter und Vater lagen im Sorgerechtstreit

Als die Polizei erstmals zum Haus der Frau ausrückte, wurde Singler mit leichten Verletzungen vorgefunden, dazu die Leichen der beiden Kinder und eine weitere, elfjährige Tochter mit Verletzungen. Zunächst sei die Verdächtige als Einbruchsopfer behandelt worden, sagte Cronin. Das verletzte Mädchen wurde im Krankenhaus aufgenommen und nach einigen Tagen wieder entlassen. Sie erhole sich in Colorado Springs von dem Geschehenen, sagte Cronin.

Zwischen der Verdächtigen und ihrem Ex-Ehemann lief zum Zeitpunkt des Todes der Kinder eine juristische Auseinandersetzung über Betreuungszeiten und andere Streitpunkte, wie aus Gerichtsakten hervorgeht. Sie hatte kurz vor dem Tod der Kinder erfahren, dass deren Vater sie polizeilich suchen ließ, nachdem sie sie nicht wie verabredet zu ihm zurückgebracht hatte.

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