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Mutter trifft tot geglaubte Tochter nach 79 Jahren

Heute Redaktion
13.09.2021, 20:10

Joanne Loewenstern wurde gleich nach ihrer Geburt im Jahr 1938 von ihrer leiblichen Mutter getrennt. Jetzt, nach 79 Jahren, traf sie sie zum ersten Mal wieder.

Eine Familie aus dem US-Bundesstaat Florida erlebte am Wochenende ein emotionales Wiedersehen: Joanne Loewenstern (79) traf zum ersten Mal auf ihre leibliche Mutter (101). Beide hatten beinahe acht Jahrzehnte geglaubt, dass die jeweils andere kurz nach der Geburt verstorben sei.

Ohne es zu wissen hatten die Familienmitglieder weniger als 150 Kilometer voneinander entfernt an der Küste Floridas gelebt. Erst vor kurzem hatte 79-Jährige durch einen DNA-Test und einiger Detektivarbeit ihrer Familie von ihrer wahren Herkunft erfahren.

Joanne Loewenstern hatte von ihrer Familie erst im Alter von 16 Jahren erfahren, dass sie adoptiert wurde. Ihre Mutter sei kurz nach der Geburt gestorben, sagte man ihr damals, wie "WPTV" berichtet.

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Seit 1938 nicht mehr gesehen

Auch ihre leibliche Mutter, Lillian Ciminieri, hatte Zeit ihres Lebens geglaubt ihr Baby für immer verloren zu haben, wie aus einem Video der Reunion hervorgeht. Die rüstige Dame hat bereits mehr als ein Jahrhundert auf dem Buckel und lebt mittlerweile in einem Pflegeheim.

"In unseren Augen ist es ein Wunder", erzählt Loewensterns Sohn, Elliot, gegenüber "USA Today". Besonders, dass beide so nahe zusammen gelebt hatten, erstaunt die Familie. Denn die 79-Jährige war 1938 in New York auf die Welt gekommen – fast 1.900 Straßenkilometer entfernt.

"Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass sie noch am Leben sein muss", erinnert sich Joanne Loewenstern in einem Interview mit der "Washington Post". Endlich kann sie dieses Mysterium, das sie so viele Jahre geplagt hatte ad acta legen. "Es ist unglaublich und meine Mutter hat endlich eine Antwort auf die Frage nach ihrer Identität gefunden", freut sich auch Sohn Elliot.

Die beiden älteren Frauen verbrachten die gemeinsame Zeit in dem Pflegeheim der 101-Jährigen in Port St. Lucie mit einer Aussprache und danach mit einem Malbuch. Warum sie damals getrennt wurden, wird die 79-Jährige vermutlich aber nie erfahren. Die Erinnerungen ihrer Mutter an 1938 sind nur bruchstückhaft. Sie will sich jetzt bemühen, das meiste aus der verbliebenen Zeit mit ihrer Mama herauszuholen und sie regelmäßig zu besuchen.

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(red)

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